Mehr Besucher im Neuenrader Freibad

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Christel Holy (links) eine der letzten Schwimmerinnen der diesjährigen Freibadsaison in Neuenrade. ▪

NEUENRADE ▪ „Brrr“ statt „Oooh“: Zum Abschluss der Schwimmsaison am vergangenen Samstag wurde es richtig kalt, da das Warmwasserfreibad Neuenrade nur noch ein Freibad ohne entsprechenden Warmwasserzusatz war.

„Die Heizung haben wir schon ausgestellt, die sonst konstanten 24 Grad erreichen wir bestimmt nicht mehr“, vermutete Schwimmmeisterin Andrea Kendziora-Kühn – und beim Temperaturcheck der Auszubildenden Katja Bartelt zeigte das Thermometer denn auch lediglich 20,8°C an. Für einige Dauergäste wie Christel Holy, Neuenrader Schützenkönigin von 1990, war der niedrige Wert aber kein Grund, sich das Abschwimmen zum Saisonende nehmen zu lassen.

Bis zu viermal pro Woche stieg die Neuenraderin im Durchschnitt von Mai bis Mitte September in das Becken im Friedrichstal. „Beim Schwimmen lässt sich prima abschalten, es ist immer fast ein bisschen wie Urlaub“, sagte Holy, die bei Normaltemperatur bis zu 1000 Meter absolviert. Am Samstag verließ sie das Becken früher, ein bisschen zu kalt war es ihr dann doch.

Bekanntlich galt dies auch für den Sommer und umso überraschender ist es, dass die Besucherzahlen zugenommen haben. Von rund 35 000 Besuchern im Vorjahr konnte das Team um Andrea Kendziora-Kühn, Andreas Schönenberg und Katja Bartelt einen Anstieg auf 40 800 Besucher nach Auswertung der Kassenautomat-Daten verzeichnen.

Der kurze Hochsommer von einer Woche im Juli und vereinzelt heiße Phasen, an denen täglich bis zu 1000 Besucher kamen, sorgten für die Steigerung. Malheure – von einem gebrochenen Arm abgesehen – blieben in der Saison glücklicherweise aus, genauso wie die Nachtschwimmer: „Es gab da mal eine Phase, da hatten wir welche, das ist schon eine Weile her. Es hat sich wohl herumgesprochen, dass wir einen guten Wachhund haben“, sagte Katja Bartelt augenzwinkernd – ihre Chefin, die in unmittelbarer Nähe zum Freibad ihren Wohnsitz hat, besitzt einen Dobermann.

À propos Hund: An den nächsten beiden Wochenenden, jeweils am Samstag und Sonntag in der Zeit von 11 bis 17 Uhr, findet das Hundeschwimmen statt. „Wir wollen daraus eine Veranstaltung für die ganze Familie machen. Wenn wir Erfolg haben sollten, könnte das Hundeschwimmen nach dem Abschwimmen zu einer festen Einrichtung im Saisonplan werden“, sagt Andrea Kendziora-Kühn, die sich für die vom DLRG-Team geleistete Unterstützung bei der Badeaufsicht bedankt. ▪ Nico Schwarze

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