Wandertour mit Gemke stößt auf großes Interesse

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Neuenrader Bürgermeister Klaus Peter Sasse und Landrat Thomas Gemke an der Küntroper Motte.

KÜNTROP -  Auf Initiative der SGV-Abteilungen Balve und Neuenrade sowie dem Landrat Thomas Gemke fand am Samstag eine mit Politprominenz und historischen Informationen gespickte Wanderung statt. Startpunkt war der Neuenrader Bahnhof. Zwischenstation machte die Gruppe an der Küntroper Motte und der Balver Hexenstele, ehe sie am Balver SGV-Heim endgültig einkehrte und den Wandertag in geselliger Runde ausklingen ließ.

Von Markus Jentzsch

„Burgen, Grafen, Hexen, Land und Leute. Auf Wandertour mit Landrat Thomas Gemke“, warben die SGV-Abteilungen für die Aktion und die Menschen fühlten sich offenbar angesprochen. Denn am Neuenrader Bahnhof fanden sich rund 110 Wanderfreunde ein, die zusammen mit Gemke die 14 Kilometer von Neuenrade bis nach Balve in Angriff nehmen wollten.

Viele Balver nutzten die Gelegenheit und traten die Anreise per Bahn an. Pünktlich nahm die illustre Gruppe die ersten Meter unter die Wanderschuhe und traf kurze Zeit später an der hölzernen Motte in Küntrop ein. Im Mittelalter sei der Burgtyp Motte in Europa weit verbreitet gewesen, erklärte Neuenrades Bürgermeister Klaus Peter Sasse, während das imposante Bauwerk in der Sonne erstrahlte. Heute gebe es in ganz Europa nur noch fünf weitere Bauwerke dieser Art. Entsprechend stolz dürften die Küntroper auf ihre mittelalterliche Wehranlage sein, betonte Sasse. Damit sei eine jahrhunderte alte Bringschuld der Neuenrader Bevölkerung gegenüber den Küntropern getilgt.

Noch warte die Motte, die sich in Blickweite der einstigen Wasserburg Gevern und somit an denkwürdiger Stätte befindet, auf ihre offizielle Eröffnung, erklärte das Neuenrader Stadtoberhaupt und lud alle Wanderer zur Eröffnungsfeier am 19. Oktober ein. Weil das Bauwerk noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben ist, nahm Sasse nur eine Hand voll Gäste mit auf die Motte. Künftige Besucher dürfen sich einer beeindruckenden Erfahrung sicher sein. Der Blick von oben über das Küntroper Umland ist zweifelsohne imposant. Davon überzeugten sich neben Sasse und Landrat Gemke auch Gemkes Vorgänger Aloys Steppuhn.

Die Motte soll aber nicht intensiv bewirtschaftet beziehungsweise vermarktet werden. Horden von Touristen möchten die Küntroper mit ihrem schon aus einiger Entfernung sichtbaren Bauwerk nicht anlocken. Für Schulgruppen sei die Motte ein perfektes Ziel und könnte heimische Geschichte erlebbar machen. Trauungen kann sich Sasse in luftiger Höhe ebenfalls vorstellen.

Nach einer kleinen Stärkung marschierte die Gruppe weiter Richtung Balver Hexenstele. Balves Bürgermeister Hubertus Mühling und Werner Ahrens waren angekündigt, die Gruppe auf Balver Boden zu begrüßen beziehungsweise die Wanderleute über die Hexenstele zu informieren. Anschließend standen Gemke und Co. die Türen der Balver SGV Wanderhütte „Ewald Hagedorn“ offen. Eine gelungene Aktion, die der SGV im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine gestellt hat.

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