Wandern mit Bischof Overbeck

Der Bischof unterwegs auf Neuenrades Höhen. ▪

NEUENRADE ▪ „St. Mariä Heimsuchung braucht Farbe“ war auf den Buttons, die am Samstagnachmittag im Rahmen der Spendenwanderung die Teilnehmer auswiesen, zu lesen. Auch Dr. Franz Josef Overbeck, Bischof aus Essen, nahm an der Wanderung teil und verhalf der Veranstaltung zu einem gewissen Prominentenstatus.

Die Resonanz, die sich die Gemeinde von diesem „Zugpferd“ erhofft hatte, blieb indes aus. „Es hätten gerne 200 Menschen mehr sein können“, stellte Josef Brockhagen fest, ohne die Gründe für den geringen Zuspruch zu kennen. 1500 Flyer hatte die Gemeinde verteilt und reichlich Werbung betrieben.

Ruhrbischof Overbeck geht bei Spendenwanderung mit

Spendenwanderung Bischof Overbeck

„St. Mariä Heimsuchung braucht Farbe" war auf den Buttons, die am Samstagnachmittag im Rahmen der Spendenwanderung die Teilnehmer auswiesen, zu lesen. Auch Dr. Franz Josef Overbeck, Bischof von Essen, nahm an der Wanderung durch Neuenrade teil.

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Lediglich 50 Spenden- und Wanderwillige fanden sich gegen 14 Uhr bei herrlichem Sonnenschein am Startplatz unterhalb des Waldstadions ein. Je näher der Startschuss rückte, umso bedrohlicher wirkte der stetig dunkler werdende Himmel. Nachdem Mitinitiator Josef Brockhagen und Bischof Dr. Franz Josef Overbeck ein paar Worte an die Wandersleut‘ gerichtet hatten, machte sich die Gruppe bestens gelaunt auf den Weg. Kaum waren die ersten Schritte Richtung Wilhelmshöhe getan, begann es zu regnen und Bischof Overbeck bekam einen persönlichen Eindruck vom Schauerland Sauerland. „Zum Glück ist es bei dem einen Schauer geblieben“, meinte Brockhagen im Anschluss.

Von dem Schauer ließen sich die Teilnehmer die Laune aber nicht verderben und marschierten insgesamt etwa 4,5 Kilometer rund um Neuenrade. Wobei sich der Bischof ein Sonderlob verdiente, denn im Gegensatz zu seinen Mitstreitern legte er die Strecke in feinem Zwirn und edlen Schuhen zurück. Mit von der Partie war auch der designierte Generalvikar Klaus Pfeffer.

Gegen 16 Uhr traf die Wandergruppe am Neuenrader Weinberg ein, wo Bürgermeister Klaus Peter Sasse mit einem leckeren Tropfen auf die Teilnehmer wartete. Den Wein, den das Stadtoberhaupt im Schatten einer der ganz wenigen Weinberge im Bistum Essen anbot, stammte von der Sorte Reben, die in einiger Zeit auch den Neuenrader Tropfen zeugen werden. „Nicht so sauer wie die anderen Weine aus dem Bistum“, gab Brockhagen die Aussagen des Bischofs wieder, der gerne dem Wunsch nachkam, den Neuenrader Weinberg zu segnen.

Der Open-Air-Gottesdienst am Berentroper Berg, an dem immerhin 80 Gläubige teilnahmen, und der abschließende Ausklang am Neri-Haus verliefen perfekt. „Der Bischof war unglaublich sympathisch und locker, der Gottesdienst wunderbar“, zeigte sich Brockhagen von seinem prominenten Gastwanderer und der Veranstaltung an sich begeistert. Wie viel Geld für den Anstrich der Kirche zusammenkam, konnte Brockhagen gestern Abend noch nicht sagen. Im Verhältnis zum Aufwand aber mit Sicherheit zu wenig. ▪ maj

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