Wallkonzert: Besucherrekord zum Jubiläum

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Musik unter freiem Himmel: Der Musikverein unter der Leitung von Dirigent Christian Knaup spielte am Sonntagnachmittag in der Parkanlage am Wall

Neuenrade - Petrus muss Open-Air-Konzerte lieben, Mitglied im Stadtmarketing Neuenrade sein und vor allem ein göttliches Ohr für Blasmusik haben. Zumindest im Volksmund ist der Apostel Petrus auch für das Wetter zuständig.

So gefährdete am Sonntag kein Regentropfen das beliebte Wallkonzert, das auch deshalb bei schönster Kurparkatmosphäre einen neuen Besucherrekord verzeichnete. 

Mehr als 350 Besucher wurden vor Konzertbeginn gezählt. Wahrscheinlich waren es aber noch weitaus mehr, denn nach den ersten Musiktiteln trafen weitere Besucher ein, sodass selbst die Sitzgelegenheiten an den Wasserspielen restlos belegt waren. 

Musikalisch gleich in die Vollen

Für die richtige Einstimmung sorgten nicht nur die Mitglieder des Musikvereins Neuenrade um Dirigent Christian Knaup, es war Vorsitzender Olaf Pestl, der in humorvoller Art am Mikro durch das Programm führte. Das es auch das 25. Wallkonzert war, bestätigte er mit treuem Augenaufschlag und den Worten, dass „ich die 25 Jahre an meinen Fingern genau abgezählt habe“. Musikalisch ging es gleich in die Vollen, der Konzertmarsch „Ruetz“ war so ganz nach den Erwartungen der Besucher. 

Einen zackigeren Auftakt hätte der Musikverein kaum bieten können. Dass die Musiker um Dirigent Knaup auch klassische Werke im Repertoire haben und gut intonieren können, stellten sie mit „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach unter Beweis. Technisch und melodisch war das Zusammenspiel fehlerfrei, das Konzertieren wurde von den Zuhörern mit viel Beifall belohnt. 

Gut 350 Besucher waren zum Konzert des Musikvereins gekommen. Sie bekamen klassische Stücke, aber auch Filmmusik und Songs zum Mitwippen zu hören.

Christian Knaup führte nicht nur den Dirigentenstab, er zeigte auch seine Qualitäten an der Zugposaune mit der „Bayrischen Polka“. Mit großer Perfektion intonierte er als Solist an der Posaune musikalische Läufe, die vom Publikum und den Musikerkollegen mit Anerkennung honoriert wurden. 

Musikalisches Neuland

Beim 25. Wallkonzert wurde mit der Filmmusik aus „Winnetou und Old Shatterhand“ musikalisches Neuland betreten. Freunde des Westerns und Karl-May-Fans fehlte zum optisch-melodischen Glück nur noch der Auftritt der edlen Rothaut Winnetou und von Old Shatterhand – die Pferdeoper mit der bekannten Filmmelodie wäre komplett gewesen. Mit dem „Schönfeld Marsch“ und Offenbachs „La Grande Duchesse de Gerolstein“ wurde das Wallkonzert anschließend auf hohem Niveau fortgesetzt. 

Der zweite Programmteil verlief lockerer. „The Way old Friends“ von Abba weckte Erinnerungen an zurückliegende Lebensjahre, die „Böhmische Liebe“ ist immer noch ein Ohrwurm und Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“ zeigte, dass auch Blasorchester diesen Musikbereich abdecken können. 

Beifallsreiche Zugaben

Mitwippen durfte das Publikum beim „Swinging Brass-Marsch“. Und auch Westernhagen-Titel fügten sich nahtlos ins Programm ein. Bei diesem musikalischen Erfolg war es selbstverständlich, dass der Musikverein mit dem „Böhmischen Traum“ und dem Marsch „Anker gelichtet“ beifallsreiche Zugaben im Notengepäck hatte. 

Wallkonzert in Neuenrade

Lobende Worte gab es zum Konzertende von Bürgermeister Antonius Wiesemann, der beim Dankeschön ein „Ihr macht das richtig gut“ als Redebeitrag hatte. Wiesemann dankte auch der Versicherungsagentur Bergmann und Sasse als Sponsor des Wallkonzertes und dem Stadtmarketing als Veranstalter. Moderator Olaf Pestl machte er das Kompliment, dass „ihre kleinen Spitzen auch bei mir angekommen sind“. 

Besondere Ehrung

Der Musikverein nutzte den besondern Rahmen auch, um Ehrungen langjähriger Mitglieder durchzuführen. Geehrt wurde Niklas Herkelmann und Jaqueline Lingnau für je zehnjährige Mitgliedschaft, Karl-Heinz Schürmann für 20-jährige Mitgliedschaft. Für sage und schreibe 60 Jahre aktive Mitglied wurde Klaus-Dieter Braun ausgezeichnet

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