Optiker und Ärzte ziehen ein

Wall-Karree: Bald die ersten Mieter

Das neue Domizil von Brillenmacher Olaf Biedebach sowie den Ärzten Heidrich-Meisner und Kinderarzt Dr. Attila Hildebrand.
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Das neue Domizil von Brillenmacher Olaf Biedebach sowie den Ärzten Heidrich-Meisner und Kinderarzt Dr. Attila Hildebrand.

Olaf Biedebach ist einer der ersten Mieter, die in das neu entstandene Gebäudeensemble Hinterm Wall einziehen werden.

Ab Mittwochmittag schließt der Brillenmacher nach 18 Jahren im Ärztehaus (Hönne-Med-Center) an der Werdohler Straße sein Ladenlokal, dann folgt eine Woche später am neuen Standort Hinterm Wall die Eröffnung des neuen Geschäftes. Passanten können sich vom neuen Komplex bereits ein Bild machen. Es ist dort viel los. Bauarbeiter, Trockenbauer und Ladenbauer geben sich die Klinke in die Hand.

Biedebach, Optikermeister und Optometrist, der sein Geschäft mit einer Gesellin und einer Auszubildenden betreibt, sieht am bisherigen Standort keine Perspektive mehr. Zu wenig los sei dort oben an der Werdohler Straße. Er verweist auf weitere Ladenlokale in der Nähe, die ihre Geschäfte bereits geschlossen haben oder planen, sie zu schließen. Er rückt lieber weiter ans belebte Zentrum.

Mehr 60.000 Euro für Einrichtung und Gerätschaften

Das neue Lokal liegt auch gleich gegenüber des DM-Marktes und ist nur einen Steinwurf vom Discounter Lidl entfernt. Das neue Ladenlokal wird kompakter und moderner, Biedebach investiert „mit allem drum und dran“ mehr als 60 000 Euro in die Ladeneinrichtung und Gerätschaften. Brillenmacher Biedebach freut sich auch über die Parkplatzsituation am neuen Standort, die im Vergleich zum Alt-Umfeld wesentlich besser sei. Mit entsprechenden Angeboten (unter anderem Brillen für Fahrradfahrer) will er hoch motiviert ab Donnerstag, 17. Juni, 9 Uhr, starten. Er wird nicht lange allein bleiben in dem Gebäude. Denn: Auch zwei Ärzte werden von der Werdohler Straße in das Wall-Karree ziehen.

Optikermeister Olaf Biedebach mit Azubi Kirsten Biedebach und Gesellin Verena Senft freuen sich auf den neuen Standort im Wall-Karree.

Hausarzt und Internist folgt in Kürze

Der Hausarzt und Internist Dr. Guido Heidrich-Meisner bestätigte am Montag persönlich den geplanten Umzug in den Gebäudekomplex: „Ab 21. Juni sind wir in den neuen Räumen tätig.“ Auf rund 125 hellen und luftigen Quadratmetern wird der Mediziner praktizieren. Eine Einschränkung gibt es – das Endoskopieren werde man nicht mehr anbieten, sagte Heidrich-Meisner. Am Freitag, 12. Juni, ist am alten Standort noch einmal ein letztes Mal die Praxis geöffnet, am 21. Juni ist der erste Tag am neuen Standort, der ihm voll möbliert zur Verfügung gestellt wird. Dr. Heidrich-Meisner wird im 1. Obergeschoss praktizieren, Gebäude und Praxis sind barrierefrei und behindertengerecht. Was eine Nachfolge an seinem bisherigen Standort Werdohler Straße anbelangt, da gebe es sehr interessante Gespräche. Mehr wollte der Mediziner allerdings noch nicht dazu sagen.

Auch Kinderarzt Dr. Hildebrand wird zum 1. Juli in das Gebäude einziehen, er wird im zweiten Obergeschoss zu finden sein. Zudem wird vorübergehend dort auch eine Hebammenpraxis (Annabelle Holub, Kim Quittmann und Lea Schydlo) Quartier finden, die zu einem späteren Zeitpunkt dann in das Nachbargebäude über dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) einziehen. Die bisher betriebenen Räume der Hebammenpraxis wird Masseur Matthias Kotyk nutzen. Auch die medizinische Fußpflege Violetta Rauch wird im Gebäude untergebracht, erläuterte Ruth Echterhage, Projektleitung bei Eco.Plan. Bauherr ist die VR Südwestment GmbH & Co. KG. Klare Sache sei es, dass es noch einen offiziellen Einweihungstermin geben werde, hieß es. Bei dem 14-Millionen-Euro-Projekt wird nicht nur Gewerbefläche angeboten, sondern auch etliche Wohnungen.

Hönne-Med-Center: Verwalter äußert sich

Bleibt noch Fritz-Dieter Hillekes Statement. Der Verwalter und Vermieter des Hönne-Med-Centers deutete angesichts des Mieterschwundes auf Nachfrage an, dass es offenbar Optionen gebe. Konkretes könne er nicht sagen. „Das ist alles noch in der Schwebe“, sagte er. Was die Arztpraxen anbelange, die den Standort wechselten, so verwies er auf einen besonderen Umstand. Das gehöre nicht zum Eigentum – damit habe er nichts zu tun. In der Tat gibt es in dem Gebäude gewerbliche Objekte, die sich in unterschiedlicher Eigentümerhand befinden. Trotz allem wird das Untergeschoss bald leerstehen. Aber Fritz-Dieter Hilleke betonte, dass eine Vermarktung für gewerbliche Mieter wegen der Pandemie bisher auch nicht gerade einfach sei.

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