TuS-Förderverein wirbt für ein Vereinsheim

Andreas Pieper und Angelika Freidhoff vom Förderverein wollen für das Bauvorhaben Vereinsheim werben.

NEUENRADE ▪ Auf der Bauzeichnung, die einen Entwurf des Neuenrader Architektur- und Ingenieurbüros Schnabel zeigt, ist ein Datum zu lesen: 23. Oktober 2008. So lange liegt die Idee, das Waldstadion mit einem Vereinsheim aufzuwerten, bereits in den Schubladen potenzieller Entscheidungsträger.

Jetzt will der Förderverein der Fußballjugend im TuS Neuenrade, federführend der Vorsitzende Andreas Pieper, in die Offensive gehen und hat die ebenso außergewöhnlichen wie attraktiven Pläne auf den Tisch gelegt.

„Wir haben so ein schönes Stadion. Das einzige, was fehlt, ist ein Vereinsheim“, sagt Pieper und will die Realisierung nun forcieren. Dabei ist das Vorhaben durchaus weiter gediehen, als mancher ahnt. Denn: Eine Bauvoranfrage, die der Förderverein zusammen mit Bürgermeister Klaus Peter Sasse beim Märkischen Kreis einreichte, ist schon 2011 positiv beschieden worden. Das heißt, die Pläne dürften durchaus so umgesetzt werden.

15 Meter breit und neun Meter tief soll der eingeschossige Bau werden, den Architekt Tom Schnabel als freitragende Konstruktion über dem Zentrum der bestehenden Tribüne geplant hat. Stahl und Glas dominieren als Baustoffe, verleihen dem Entwurf eine enorme Leichtigkeit und bieten den Besuchern einen uneingeschränkten Blick auf das Geschehen im Stadion. Dabei schwebt das Objekt „Vereinsheim“ über dem Tribünenhang, maßgeblich gehalten von zwei stählernen Hauptsäulen. Gewagt wirkt der Entwurf schon, scheint aber mit Blick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis durchaus vernünftig. Die Konstruktion verbindet gleich mehrere Vorteile. Umfangreiche Erdarbeiten, um einen klassischen Bau in dem Hang zu platzieren, fallen weg. Weil die 135 Quadratmeter große Konstruktion über der Tribüne schwebt, können die Zuschauer darunter im Trockenen beziehungsweise im Schatten die Spiele genießen. Die eingeschossige Flachdachbauweise bietet zudem die Möglichkeit, das Stadion von der geplanten Dachterrasse aus einzusehen. „Ein wohl einmaliger Blick“, schwärmt Pieper schon jetzt.

„Der SV Affeln hat es geschafft, warum sollen wir so etwas nicht stemmen können“, ist Pieper guter Dinge, den Entwurf binnen zwei Jahren Realität werden zu lassen. Die Kosten, Eigenleistung eingerechnet, werden bei etwas unter 200 000 Euro liegen. In nächster Zeit will der Förderverein für das Vorhaben werben. Sponsoren, große wie kleine, möchte Pieper für die Idee begeistern. Eine städtische Initiative, beziehungsweise eine Förderung durch den DFB schließt er ebenfalls nicht aus. „Ich könnte mir auch vorstellen, Paten für die Bestuhlung zu gewinnen – angelehnt an die Parzellen-Patenschaften beim Kunstrasen“, sagt Pieper.

86 Quadratmeter offener Vereinsraum sind in dem Bau geplant, mit einem Thekenbereich. Weil die Front ebenso wie die Seiten komplett verglast sind, wird man von jedem Platz nach draußen blicken können – und dabei noch seinen Kaffee, Kuchen oder ein Kaltgetränk genießen können.

Eine Damen-, eine Herren-Toilette sowie eine Küche und ein Abstellraum finden ebenfalls ihren Platz. „Wir haben auch überlegt, unten im Bereich der Umkleiden etwas zu realisieren. Das würde uns vielleicht billiger kommen, aber der Nutzen ist gleich null, weil man das Stadion nicht sehen kann“, erklärt Pieper und ist guter Dinge, einen lang gehegten Traum in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden zu lassen. „Wir können bei den Ausschachtungen für die Fundamente, beim Verlegen des Estrichs und beim Innenausbau viel Eigenleistung erbringen“, sagt der Initiator und baut dabei auf die tatkräftige Unterstützung der Vereinsmitglieder. ▪ Marcus Jentzsch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare