Waldorfschule: Schüler präsentieren ihre Halbjahresarbeiten

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Leonhart Vedder fand mit einem selbstgebauten Elektromotor inklusive Propeller die staunende Aufmerksamkeit der Eltern. 40 Stunden hatte Leonhart in sein Projekt investiert.

Neuenrade - In der Aula der Freien Waldorfschule stellten die Schüler der 8. Klasse am Sonntag ihre Projekte vor, die sie im vergangenen Halbjahr eigenständig erarbeitet hatten.

Die 21 Projektarbeiten reichten unter anderem vom Schrank aus Einwegpaletten bis zur Sitzbank, vom Kratzbaum für Katzen bis zur Wassersäule und vom Insektenhotel bis zur eigenen musikalischen Komposition. Eltern, Geschwister und Großeltern konnten sich davon überzeugen, dass dem Einfallsreichtum der kreativen Achtklässler kaum Grenzen gesetzt waren. 

Die Projektarbeiten hätten in der Waldorfschule einen hohen Stellenwert, betonte Helga Holtkemper. Pädagogisch werde besonders geschätzt, dass sich die Schüler mit ihrer Arbeit beschäftigen und verbinden. Nach der Fertigstellung des Projekts wird ihnen dann die Möglichkeit zur Präsentation vor einem breiteren Publikum eingeräumt.

I-Tüpfelchen der Projektarbeit

Auf der Bühne der Schulaula herrschte „Premierenfieber“, zumal die Präsentation so etwas wie das i-Tüpfelchen der Projektarbeit war. Jeder Schüler konnte in Worten darstellen, warum er sich sein Motiv ausgesucht hatte. Eine fotografisch und textlich aufbereitete Präsentationsmappe machte nicht nur den Vortrag deutlicher, sie ließ auch den Werdegang des Projekts sichtbar werden. 

Ihr musikalisches Erstlingswerk konnte Robin Mia Slejfir vorstellen. Die junge Dame hatte eigentlich ein Werk „Ohne Namen“ erstellt, später aber den Titel mit „Robins Song“ überschrieben. Zu hören war ein ruhiger Musiktitel mit passenden Harmonien und einem gefühlvollen Text. Robin Mia Slejfir intonierte ihr Werk stimmlich, am Klavier wurde sie von Lonneke Baaijens begleitet. 

Ihr musikalisches Erstlingswerk konnte Robin Mia Slejfir, hier am Klavier von Lonneke Baaijens begleitet, dem Publikum vorstellen.

Selbstbewusst verlief der Vortrag von Leonhart Vedder, der mit einem selbstgebauten Elektromotor mit Propeller die staunende Aufmerksamkeit der Eltern fand. 40 Stunden hatte Leonhart in sein Projekt investiert, geschraubt und gezimmert, „damit das Projekt zum Verständnis der Technik dienen kann.“ 

Freunde des Grillens könnten künftig auf die Hilfe von Sören Hohmann setzen. Der findige Schüler zeigte mit zwei ausgedienten Fässern, wie ein so genannter „Smoker“ das Grillen zum wohlschmeckenden Erlebnis machen kann. Nach vier Monaten und mit wohlwollender Sponsorenhilfe war sein Smoker fertiggestellt. Er ist für das indirekte Grillen und Garen konzipiert. 

Sören Hohmann baute mit zwei ausgedienten Fässern einen sogenannter Smoker, der das Grillen zum wohlschmeckenden Erlebnis machen kann.

Caro hatte ein Vogelfütterhaus erstellt, das „künftig bei meiner Oma im Garten stehen wird“. Lisa präsentierte ein Insektenhotel und versäumte nicht, auf die Wichtigkeit der Insekten hinzuweisen. Laura hatte für ihre Schildkröte ein neues Domizil im Garten angelegt und Jonna präsentierte ihren Kratzbaum mit Körbchen für die Stubentiger. 

Zu den Besonderheiten zählte auch die optisch eindrucksvolle Wassersäule mit Teichbelüfter, die Moritz gebastelt hatte. Eine installierte Pumpe sorgt für dekorative Luftbläschen und die Teichbelüftung wird sogar in verschiedenen Farben sichtbar, „....die eine sehr beruhigende Wirkung haben“ konnte der junge Tüftler sein schmunzelndes Publikum ergänzend informieren. 

Dickes Lob an Projektentwickler

Mit einem dicken Dankeschön würdigten die jungen Projektentwickler die Hilfe von Vater, Mutter und Geschwistern, die bei der Fertigstellung beratend zur Seite standen. Selbst ein Opa wurde für seine zur Verfügung gestellte Erfahrung vom Enkel gelobt. 

Ein Lob gab es auch von Klassenlehrerin Helga Holtkemper, die ihre Schützlinge mit „das habt ihr toll gemacht“ auf den Heimweg schickte und so ganz nebenbei mit „wir sehen uns am Montag wieder“ an den nächsten Schultag erinnerte...

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