Waldorfschule feiert mit Schülern den Abschluss von Klasse 11 und Klasse 13

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Tradition in der Freien Waldorfschule Neuenrade: Die kleinsten der Schule verabschieden die Großen mit einer Sonnenblume, nachdem sie durch das Blumentor gegangen sind und so symbolisch Abschied genommen haben.

Neuenrade - Abschied nehmen hieß es am Donnerstag an der Waldorfschule. Schüler der Klasse 11 und die Schüler der Klasse 13 wurden entlassen. Anlass für die Lehrer, augenzwinkernd zurückzublicken.

Es ist Tradition an der Freien Waldorfschule, dass auch die jüngsten und jüngeren der Schule aus den Klassen 1, 2, 4 und 6, dabei mit Liedern und einem Gruß die Großen verabschieden. 

Die einen wollen an der Schule Abitur machen, andere wechseln, studieren oder gehen anderweitig in die Welt hinaus. In jedem Fall ist es für alle Beteiligten immer eine Sache mit viel Melancholie und Aufbruchstimmung. Die Aula der Schule mit der viel genutzten Bühne ist voll besetzt, es gibt handgemachte Musik: Ein Trio, ausgestattet mit Gitarre, Geige und Flöte. Und Klavierspiel, für das Anette Maslow zur Untermalung oder Begleitung sorgte, bilden dabei den Rahmen. Gesine Horn führt durch die Veranstaltung, sagt zum Auftakt, dass es ein seltsamer Moment sei für die Schüler. 

Da sei das Gefühl endlich frei zu sein, gleichzeitig gebe es das Gefühl der Endgültigkeit. Patrick Scholl, der Oberstufenlehrer, sagt, dass er die Klasse ins Herz geschlossen habe mit der Zeit, dass sich nun eine Gemeinschaft geformt habe und dass in den drei Jahren Freundschaften, gar Beziehungen entstanden seien. Scholl bemüht dazu den Roman Tschick, von Wolfgang Herrndorf und zitiert aus jener Passage, in der die Freunde Tschick und Mike zusammen mit Isa einen Berg erklimmen und sich am Ende in 50 Jahren dort verabredeten. 

Voll besetzt waren die Zuschauerreihen in der Aula der Waldorfschule.

Er wünsche sich für seine Schüler, dass sie die Waldorfschule nicht vergessen würden und dass sie nicht 50 Jahre bräuchten, um sich wieder zu sehen. Liebevoll werden die Verabschiedungen vorgenommen, zu jedem Schüler gibt es eine kleine charakterisierende Kleinigkeit zu sagen. Und dann verlassen die 11er und die 13er durch das Blumentor symbolisch die Schule und erhalten von den kleinsten eine Sonnenblume als Gruß und Erinnerung überreicht – eine Tradition an der Waldorfschule.

Die Schüler, welche die Klasse 11 abgeschlossen haben: Amirah Alakmeh, Frederic Bremecker, Louis Cerny, Antonio Dommes, Antonius Feldmann, Svenja Graefe, Helen Groening, Johanna Jäger, Hannah Klein, Gabriel Künneth, Steve Leibel, Maximilian Ortmann, Rebecca Ploegert, Tristan Sauser, Gregor Schniewindt, Justus Schulte Zurhausen, Paul Stobbe, Tobias Wagener. Und die Schüler der Klasse 13 der Waldorfschule: Niklas Bechler, Levin Hötte, Alexander Munz, Arthur Schniewindt, Philipp Schulte, Paula ten Kate, Sofia Tiemann, Lina vom Hofe, Lena Wolff, Wanja Zemke

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