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Waldorfschüler feiern Abschlüsse - doch nicht alle gehen

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Von: Jona Wiechowski

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Das Abitur oder Fachabitur erzielten elf junge Menschen in diesem Jahr an der Neuenrader Waldorfschule – ein Schüler konnte krankheitsbedingt bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstag nicht da sein.
Das Abitur oder Fachabitur erzielten elf junge Menschen in diesem Jahr an der Neuenrader Waldorfschule – ein Schüler konnte krankheitsbedingt bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstag nicht da sein. © Wiechowski, Jona

36 junge Menschen haben am Donnerstag (Zwischen-)Ziele in Form von Schulabschlüssen an der Neuenrader Waldorfschule erreicht. Einige machen an der Schule weiter, andere sind am Ende ihrer schulischen Laufbahn und starten jetzt im Berufsleben durch.

Neuenrade – Zu feiern gab es traditionell gleich zwei Abschlüsse hintereinander. Als erstes zum Zug kamen die Elftklässler. Die Klassensprecher Marlin Richter und Luca Lehmkuhl erinnerten an die Anfänge ihrer Schulzeit, blickten auf die letzten Jahre zurück – und zogen als Fazit, das die Zeit schön gewesen sei. „Wir haben viel zusammen erlebt. Vor allem auf den Klassenfahrten sind wir zusammengewachsen“, sagte Marlin Richter.

Die letzten zwei Jahre seien auch an der Waldorfschule von Corona geprägt gewesen – und auf einmal hätten alle einen Teams-Account gehabt, ging Richter darauf ein, dass der Unterricht lange Zeit online stattgefunden hatte. Unterm Strich waren sich die beiden sicher: „Wir haben echt viel gelernt und es sind tolle Freundschaften entstanden.“

Die 25 Schüler der Klasse 11 kamen für das Juli-Lied „Geile Zeit“ nach vorne, bevor es zur Zeugnisübergabe überging – allerdings ohne Zeugnisse, denn die gibt es erst am Freitag. Dennoch gingen die Schüler traditionell durch das Sonnenblumentor, das auf der Bühne aufgebaut war. Danach sagten sie, was sie nun vorhaben. Viele wollen bleiben und auch noch das Abitur an der Waldorfschule machen. Andere erzählten, dass sie eine Ausbildung machten oder zur Bundeswehr gingen.

25 Schüler haben den Abschluss nach Klasse elf in der Tasche. Einige machen eine Ausbildung, viele wollen nun noch das Abitur an der Waldorfschule machen.
25 Schüler haben den Abschluss nach Klasse elf in der Tasche. Einige machen eine Ausbildung, viele wollen nun noch das Abitur an der Waldorfschule machen. © Wiechowski, Jona

Danach waren die elf Schüler der Klasse 13 dran, die jetzt entweder das Voll- oder das Fachabitur in der Tasche haben und die Waldorfschule nun definitiv verlassen. „Wir haben es geschafft – damit meine ich natürlich: ‘Ihr habt es geschafft’“, erklärte Swetlana Willmann, die an der Waldorfschule die Klassen 12 und 13 betreut. Keine große Abschlussfahrt, lange kein Präsenzunterricht – „das sind eigentlich keine guten Voraussetzungen, um ein Abitur zu bestehen“, meinte sie. Und doch habe es geklappt. Deswegen war sich Willmann sicher: „Ich glaube fest daran, dass Ihr Euren Weg gehen und ans Ziel kommen werdet.“

Reichlich Glückwünsche – und das auf Englisch – gab es auch von Englischlehrerin Barbara George, die den Abiturienten leuchtende Sterne überreichte.

Die Sprecher der Klasse 13, Alexander Lackner und Luca Viezens, blickten auf ihren zweijährigen Weg zum Abitur zurück, das sie an der Waldorfschule gemacht haben. Viele seien damals nach der elften Klasse gegangen, ein paar geblieben, so Lackner. „Dieser feste Kern hat sich noch weiter gefestigt.“ Die letzten zwei Jahre seien im Nachhinein sehr kurz gewesen – „obwohl es für einige zwei schleppende Jahre waren.“

Auch für die Abiturienten waren die Zeugnisse noch nicht da. Der Abiturbeauftragte der Schule, Björn Bitter, druckte kurzerhand – passend zu seiner auf Star Trek gemünzten Rede – Urkunden aus, die mit „Sternenflottenakademie“ überschrieben waren. So hatten die Schüler zumindest eine – wenn auch nicht ganz offizielle – Urkunde in der Hand.

Umrahmt wurde die doppelte Abschlussfeier unter anderem durch ein Stück am Klavier von Susan Kaiser-Geue und einen Auftritt der dritten Klasse unter der Leitung von Antja Watznauer.

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