Waldjugendspiele: Burgschüler lernen die Natur kennen

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Bei ihrer Entdeckungsreise rund ums Waldstadion haben diese Viertklässler ein Stück Eierschale entdeckt. Natürlich wurde dieser besondere Fund sofort eingepackt.

Neuenrade - Intensiv musterten die Viertklässler die Blätter des markierten Baums am Wegesrand. Ist es eine Eiche, eine Rotbuche, eine Erle oder etwa eine Fichte?

Diese Frage konnten die meisten der 52 Kinder, die in Neuenrade an den Waldjugendspielen teilgenommen haben, auf Anhieb richtig beantworten. 

„Der Wald und seine Bewohner mögen keinen Lärm und keinen Müll.“ Das waren zwei der Waldregeln, die Franz-Josef Stein, der Leiter des Forstbetriebsbezirkes Neuenrade, den Burgschülern vor dem Start mit auf den Weg gab. 

Gemeinsam mit dem Affelner Revierförster Frank Bossong, begrüßte er die Kinder am Waldstadion und erklärte ihnen noch einige Details zu den insgesamt 21 Fragen. Dann starteten die Mädchen und Jungen in kleinen Gruppen auf den Rundkurs in den Neuenrader Forst. 

Der Wald von seiner schönsten Seite

Und diesen erlebten die Kinder an diesem Spätsommermorgen von seiner schönsten Seite. Gerade lichtete sich der Nebel und die ersten Sonnenstrahlen waren zwischen den Bäumen zu sehen. Begeistert entdeckten viele der Grundschüler die zahlreichen Spinnweben und Spinnennetze, die noch mit Tau benetzt waren und im Sonnenlicht glitzerten. 

„Vielleicht gefällt es den Kindern ja heute Vormittag so gut, dass sie jetzt öfters in den Wald gehen möchten,“ meinte Franz-Josef Stein. Denn selbst im waldreichen Sauerland seien für viele Mädchen und Jungen Spaziergänge im Forst längst nicht mehr selbstverständlich. 

Waldjugendspiele in Neuenrade

„Vor einigen Jahren habe ich bei dieser Gelegenheit mal gefragt, wie viele Viertklässler noch nie im Wald waren. In einer Klasse mit 25 Schülern gingen zwölf Hände nach oben“, berichtet der Förster. Das sei erschreckend, stellt er fest. „Denn Kinder, die den Wald nie kennenlernen konnten, haben natürlich auch keinen Bezug dazu. Sie können ihn auch nicht wertschätzen“, stellt Stein fest. Allein aus diesem Grund seien die Waldjugendspiele unverzichtbar. 

Schüler kennen die Waldregeln

Darüber hinaus hatten die Kinder gestern auch jede Menge Spaß – und die Gelegenheit, eine ganze Menge zu lernen. So wissen sie jetzt zum Beispiel, wie man die Höhe eines Baumes mit Hilfe eines geraden Stocks ganz einfach bestimmen kann. Sie kennen alle Waldregeln, können das Alter eines Nadelbaums bestimmen, und wissen, welche Tierarten in den Wäldern im Sauerland zuhause sind.

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