Gründe für Wut

Ein kleiner Kreis widmete sich im Familienzentrum Hummelnest dem Thema „Wut und Ungehorsam.

NEUENRADE ▪ Welche Eltern können sich von Wutausbrüchen ihrer Sprösslinge - bestmöglich noch vor Publikum, so im Supermarkt, oder auch „nur“ in den eigen vier Wänden - freisprechen? Zu dem Vortrag „Wut und Ungehorsam“ hatte das Familienzentrum Hummelnest am Donnerstag eingeladen. Referentin war Karin Feldhaus, Dipl.- Pädagogin und systematische Familientherapeutin.

Gerade wegen der alltäglichen Präsenz dieses Themas hätte man erwarten können, dass sich mehr Interessierte zu dieser Veranstaltung eingefunden hätten. Da dem nicht so war, ergab sich für die Anwesenden die Möglichkeit eines intensiven Erfahrungsaustausches, der durch Hintergrundwissen und Lebenserfahrung geprägt war. Bemerkenswert: Nicht nur Mütter, sondern auch Großmütter nahmen an der Veranstaltung teil. Die Teilnehmerinnen erarbeiteten eine Liste von Themen, die ihnen am Herzen lagen. Dabei ging es um eine bessere Gesprächsführung und die altersgerechte Diskussion mit Kindern. Karin Feldhaus wies darauf hin, dass der Auslöser von „Wutausbrüchen“ eines Kindes unterschiedliche Ursachen haben könne und vor einem Ausbruch unterschiedliche Bereiche des Gehirns angesprochen würden. So könne Jähzorn, der dadurch geprägt sei, seinem Gegenüber den eigenen Willen aufzwingen zu wollen, nicht mit einem Wutausbruch gleichgesetzt werden, der dadurch geprägt sei, dass das Kind in seiner Entwicklungsphase an seine eigenen Grenzen gestoßen sei, dies mangels vorhandener Kommunikationsmöglichkeit aber nicht habe mitteilen können und dies aus Frust entsprechend laut kund tue. Nach der über zweistündigen Veranstaltung blieben viele Aspekte kindlicher Wut und kindlichen Ungehorsams noch offen. Daher waren sich die Teilnehmerinnen einig, dass es möglichst einen weiteren Vortrag zu diesem Thema geben solle. Auch wenn in einem kleinen Zuhörerkreis jeder Teilnehmer häufiger zu Wort kommen könne, würden sie sich für einen Folgevortrag wünschen, dass mehr Interessierte an der Veranstaltung teilnehmen. Denn gerade der Umgang mit kindlichen Wutausbrüchen habe Folgen für die gesamte Familie.

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