„Die Lage ist nicht schlecht“

Karl-Michael Dommes. - Foto: Archiv/Jentzsch

Neuenrade - Große Feste in renommierten Firmen oder auch Messen sind auch Treffpunkte. Hier kommen Kunden, Geschäftsfreunde, Lieferanten und Banker zusammen. Eine gute Gelegenheit, um Stimmungsbilder aus der Wirtschaft abzufragen, Wirtschaftstrends auszumachen.

Auch jüngst kamen viele Geschäftleute bei der Feier zur Betriebserweiterung / Millioneninvestition der Firma Büsche zusammen. Darunter zum Beispiel auch Klaus Filter, Vorsitzender des örtlichen Einzelhandelsverbandes und Inhaber von Elektro Filter, und Architekt Tom Schnabel aus Neuenrade. Beide kommen viel herum – vor allem in der Region. Und sie haben gute Nachrichten: Es läuft nach wie vor, negative Trends wie zuweilen auf bundesdeutscher Ebene verkündet, können sie nicht bestätigen und sagen unisono: „Den Betrieben geht es noch gut“. Da habe man bislang nichts Negatives gehört. Klaus Filter fügt hinzu, dass allerdings auch negative Entwicklungen spät in der Branche ankommen würden.

Bürgermeister Antonius Wiesemann indes, muss mit zurückgehenden Gewerbesteuereinnahmen zurechtkommen. Gleichwohl ist das für Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbanken im Märkischen Kreis, nicht unbedingt ein Indiz für eine schwächelnde Wirtschaft. Man müsse bedenken, dass sich ja Investitionen der Unternehmen steuermindernd auch auf die Gewerbesteuerschuld auswirken würden. Zudem habe er Einblick in die betriebswirtschaftlichen Auswertungen der Unternehmen und er betont: „Die Lage ist nicht schlecht“. Die Unternehmen würden wachsen. Da würde höchstens das Problem mit den Facharbeitern von Fall zu Fall ein Nadelöhr darstellen.

Und so sagte Vorstandssprecher Dommes weiter: „Wir könnten zudem viel mehr Kredite vergeben.“ Doch etliche Unternehmen hätten eine so gute Kassenlage, dass sie mit eigenem Geld investieren würden. Dommes ergänzte in diesem Zusammenhang, dass sich die Eigenkapitalquote bei den Unternehmen verbessert habe. Und: „Auch das Rating der Unternehmen ist besser geworden“.

- Von Peter von der Beck

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