Vorschau auf Gertrüdchen

Neuenrade - Die Organisation steht, die Plakate und Flyer sind gedruckt. Verwaltungsmitarbeiterin Sabine Rogoli hat alles im Griff. 56 Zusagen hat sie für den Markt. Zudem werden der X-Factor und neun andere Fahrgeschäfte wieder die Kirmes beleben.

An der Villa am Wall wird es voll, dort stehen das Pferderondell, Informationsstände der Integrationslotsen, vom türkischen Frauenverein Karma, vom TuS und vom SC Altenaffeln, der für die 700-Jahr-Feier werben will. Das ist der aktuelle Planungsstand des großen Neuenrader Volksfestes Gertrüdchen, den Sabine Rogoli, städtische Managerin des Volksfestes, jetzt mitteilte Dabei bekam sie großes Lob vom Bürgermeister Klaus Peter Sasse, der insbesondere von ihrer Fähigkeit mit dem speziellen Volk der Fahrgeschäftgewerbes umzugehen und von ihren organisatorischen Fähigkeiten angetan war. Sasse: „Seit Sabine das alleine macht, fluppt das richtig.“ Nicht nur die bunte Kirmes und ein vielfältiger Markt werden die Gertrüdchen- Szenerie beleben, auch eine Vielzahl von Ess-Ständen gibt es. Das Angebot reicht dabei von den Kirmes-Fast-Food-Klassikern bis zu speziellen Genüssen. Crèpes, Waffeln und Baumkuchen, Käse, ungarischen Spezialitäten, mediterrane Feinkost, Schinken und Mettwurst bis hin zu regionalen Getränken werden den Gertrüdchenbesucher präsentiert. Dazu kommt natürlich all das, was Vereine und Verbände noch auf die Beine stellen – aber das sind keine städtischen Baustellen. Gut zu tun hat auch der Bauhof. Die Mitarbeiter haben mehrseitige Listen abzuarbeiten. Sie müssen viele, viele Arbeitsstunden leisten. Die führen am langen Ende auch dazu, dass das Gertrüdchen, welches kostenmäßig eine schwarze Null schreibt, durch die Arbeitskraft der städtischen Baubetriebshofmitarbeiter quersubventioniert wird. Bürgermeister Sasse sagte dazu: „Das lassen wir es uns als Stadt kosten“.

Sonst ist alles bestens präpariert: Es wird Jugendschutzkontrollen geben, ein Wachdienst wurde engagiert. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei werde immer besser. Die Polizei greife durch. Rogoli erinnert sich dabei gut an vergangene Einsätze: „Da wollten Jäuster aus Werdohl den dicken Max machen – da habe ich gesehen, dass Polizisten auch anders können.“

Für den Arbeitskreis Einzelhandel des Stadtmarketingvereins berichtete Klaus Filter noch. Hier will man zu Gertrüdchen am Baumarkt stehen und in Uniform für den verkaufsoffenen Sonntag in Neuenrade werben – hier soll vom Anziehungspunkt Baumarkt eine Brücke zur Innenstadt geschlagen werden. Dr. Rolf Dieter Kohl kam noch mit einem besonderen Vorschlag: Er will an dem Gertrüdchensonntagvormittag im Rahmen einer Zeremonie (möglicherweise eine Gerichtsverhandlung) denn auch für die Trille, jene Neuenrader drehbare Abwandlung eines Prangers, werben. Ein Opfer wird noch gesucht.

Dr. Kohl liefert übrigens wieder für die Gertrüdcheneröffnungsrede eine „sehr, sehr schöne Idee“, hieß es vom Bürgermeister augenzwinkernd. Man darf gespannt sein – verraten wurde nichts.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare