Vorhang auf, Manege frei für den Burgschul-Zirkus

Die Clowns ließen es gestern Nachmittag während der ersten Show richtig krachen. ▪

NEUENRADE ▪ Vorhang auf, Manege frei, hieß es am Freitagnachmittag, als die Schüler der Burgschule anlässlich des 100-jährigen Schuljubiläums ihre erste von insgesamt vier Shows im Zirkuszelt im Park auf dem Wall präsentierten.

105 Kinder, verteilt auf 13 Gruppen, nahmen an der Premiere teil. In den Samstags-Auftritten um 10, 15 und 19 Uhr werden die anderen rund 300 Kinder das Programm mit Leben füllen.

„Ist das nicht toll“, sagte Petra Mertens begeistert – und da hatten erst drei Gruppen ihren Auftritt gehabt. Die Show in Worte zu fassen, fällt nicht leicht. Denn was die Kids im Zirkus Rondel in dieser Woche gelernt haben, ist beachtlich. Und dass sie – fast wie kleine Profis – ihr Programm abspulten, das Publikum im ausverkauften Zelt mit ihrem Können und ihrer Ausstrahlung zu tosendem Applaus hinrissen, war schlichtweg überwältigend. Keine Frage, der Burgschul-Zirkus ist einen Besuch wert.

Kurz vor dem feierlichen Einmarsch in das Zelt standen die 105 Kinder regelrecht unter Strom. Sie warteten in der Schule nebenan auf ihren Auftritt. Die achtjährige Jill aus der 2a zählte zu den Akrobaten. „Das Beste ist die Pyramide. Ich bin sehr aufgeregt“, sagte sie. Etwas cooler wirkte der Clown Mohammed. Der Neunjährige freute sich vor allem auf den Auftakt der Show, bei dem die Clowns reihenweise vom Hammer „erschlagen“ wurden. „Ein Riesenspaß“, meinte der bunt geschminkte Mohammed, während ihm seine Freunde im Nacken saßen, um die Aufregung zu vergessen.

Kaum hatte die Show begonnen, schien bei allen Beteiligten die Nervosität wie weggeblasen. Mohammed aus der 3e war in seinem Element, erntete die ersten Lacher für seine Slapstick-Comedy.

Es folgte der erste Artistikteil. Körperbeherrschung war bei den vielen Herausforderungen gefragt. Der Kopfstand auf der Hand des „Lehrers“ klappte ebenso wie die Pyramide. Anschließend ließen die drei Indiander-Kids Wild-West-Stimmung aufkommen. Sie ließen nicht die Puppen, dafür aber die Tauben tanzen – Applaus.

Action gab es dann mit der großen Clown-Gruppe, der es eine helle Freude war, den Zirkus-Direktor zu ärgern. Dramatische Szenen spielten sich bei den Trampolin-Artisten ab, die sogar übers Feuer sprangen. Wer die fantastische Premiere verpasst hat, bekommt heute drei weitere Chancen, sich vom Zirkusnachwuchs der Burgschule begeistern zu lassen. ▪ maj

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