Vorfall sorgt für Unruhe in Affeln: Ist im Dorf "ein Kinderklauer" unterwegs?

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In Affeln soll ein Mann aus einem weißen Transporter heraus ein Mädchen angesprochen haben.

Affeln/Neuenrade - In Affeln geht die Angst um, Mütter und Väter machen sich Sorgen und Kinder sollen schon Angst haben, sich allein draußen aufzuhalten. Anlass ist ein Vorfall vom vergangenen Freitag, welcher der Polizei gemeldet wurde.

Demnach soll ein Mann, der einen weißen Mercedes-Transporter fuhr, um 11.30 Uhr an der Affelner Hauptstraße angehalten und ein 13-jähriges Mädchen angesprochen haben. 

Gleichzeitig soll sich die Schiebetür des Transporters mit Hagener Kennzeichen geöffnet haben. „Mädchen?“, soll der Mann gefragt haben. Das Mädchen habe sich der Situation entzogen und sei weggelaufen. Der Mann, nach Angaben der Zeugin um die 50 Jahre alt, sei dann weitergefahren. Weiteres ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht passiert, Die Polizei bittet gleichwohl etwaige Zeugen des Vorfalls, sich bei der Polizei zu melden. 

Vorfall hat sich im Dorf herumgesprochen

Der Vorfall hat sich offensichtlich im Dorf und bei den Freundinnen des Mädchens herumgesprochen. Eine Anwohnerin berichtete jedenfalls, dass sie ein 13-jähriges Mädchen begleiten musste, weil es sich wegen dieses Vorfalls, der ihrer Freundin passiert sei, nicht getraut habe, allein nach Hause zu gehen. Sie habe das Kind natürlich nach Hause begleitet. Das Mädchen habe davon gesprochen, dass ja „ein Kinderklauer unterwegs“ sei. „Das Kind hatte richtig Angst, sagte die Affelnerin“. 

Jens Naumann, Sprecher bei der Kreispolizeibehörde berichtete, dass „ähnliche Vorfälle mit dem Ansprechen von Kindern meist aus dunklen Fahrzeugen heraus, „dort seit neun Jahren“ einmal jährlich im Bereich der Neuenrader Ortsteile angezeigt würden. Meist handele es sich um dunkle, schwarze Vans, SUV, Pickups, Bullis oder Transporter. Während dieser Jahre hat die Polizei „keine Feststellung“ gemacht. Sprich, es konnte nichts ermittelt oder konkretisiert werden. 

Polizei reagiere höchst sensibel

Einmal hätten die Polizeibeamten allerdings einen Mann ermittelt, der von seinem dunklen Wagen heraus angeblich Schulkinder an der Bushaltestelle beobachtet habe. Bei dem Mann habe es sich um einen Vertreter gehandelt. Der habe wiederum glaubhaft versichern können, dass er nur an dieser Stelle einen Podcast des SWR hören konnte, berichtete Jens Naumann. 

Gleichwohl reagiere die Polizei bei Meldungen um das Ansprechen von Kinder natürlich höchst sensibel und nehme alles ernst.

Von Peter von der Beck

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