Letzte Vorbereitungen

Bundestagswahl macht in Neuenrade viel Arbeit

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So wie hier bei der Landtagswahl im Mai, können auch am Sonntag wieder alle Interessierten die Entwicklungen am Wahlabend im Rathaus verfolgen.

Neuenrade - Wenn am Sonntag in Neuenrade die Wahllokale zur Bundestagswahl öffnen, haben die Verantwortlichen schon viel Arbeit hinter sich. Doch einiges steht ihnen dann noch bevor.

Rund 130 Helfer sind für die Stadt Neuenrade im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf der Wahl zu gewährleisten. Die meisten von ihnen werden in den Wahllokalen eingesetzt, rund 20 Wahlhelfer benötigt die Stadt für Aufgaben im Rathaus. Sie alle wurden mittlerweile in ihre Aufgaben eingewiesen.

Damit die Wahlvorstände am Sonntagmorgen möglichst wenig Arbeit haben, bevor um 8 Uhr die Wahl beginnt, laufen die Vorbereitungen im Rathaus schon lange auf Hochtouren.

Dort packen die Mitarbeiter Kisten, die alles enthalten, was im Wahlraum benötigt wird: Schreibmaterialien, Beschilderung, ein Muster-Stimmzettel und die Wahlausschreibung gehören etwa dazu.

Auch während der Wahl kann es Probleme geben

Viele dieser Gegenstände sind gesetzlich vorgeschrieben. Außerdem müssen in allen Wahlräumen Stühle bereitgestellt, Schilder aufgehängt und die Wahlkabinen aufgestellt werden. Das soll nach Auskunft von Jörg Wende am Freitag und Samstag geschehen.

Wende ist bei der Stadt Neuenrade für die Durchführung der Bundestagswahl zuständig. Auch am Wahltag ist er im Einsatz: Kommt es während der Stimmabgaben zu Unstimmigkeiten, dann können er und Dierk Rademacher, Leiter des Hauptamts, schnell reagieren.

„Das kann zum Beispiel passieren, wenn jemand wählen möchte, aber nicht im Wählerverzeichnis steht“, erklärt Jörg Wende. Häufig sei derjenige erst kurz vor der Wahl in die Stadt gezogen.

Immer mehr Menschen stimmen per Briefwahl ab

Stichtag für das Wählerverzeichnis war der 13. August: Wer nach diesem Tag in Neuenrade wohnhaft geworden ist, muss an seinem alten Heimatort wählen – oder vorher die Briefwahl beantragt haben.

Jeder Wahlberechtigte, der das getan hat, kann seine Stimme nicht nur per Post abgeben, sondern auch in jedem Wahllokal des eigenen Wahlkreises. Der Anteil der Briefwähler steigt seit Jahren an. Um den Ansturm zu bewältigen, hatte die Stadt diesmal zwei Wahlbüros eingerichtet.

Wenn am Sonntag nach 18 Uhr die Stimmen ausgezählt und die ersten Hochrechnungen veröffentlicht werden, werden Helfer schon den großen Sitzungssaal im Rathaus vorbereitet haben, denn dort kann sich jeder Interessierte über die Ergebnisse informieren, die den ganzen Abend über laufend aktualisiert werden.

Die Niederschrift unterzeichnet der Bürgermeister

Sobald die Auszählung in einem Wahllokal beendet ist, gibt der dortige Wahlvorstand eine Schnellmeldung per Telefon ins Rathaus weiter. Dort rechnen Mitarbeiter alle Zahlen noch einmal gegen und geben diese in ein Computersystem ein.

Im Laufe des Montags sammeln Mitarbeiter des städtischen Bauhofs alle nicht mehr benötigten Utensilien aus den Wahllokalen ein. Gleichzeitig wird die Niederschrift angefertigt, die – vom Bürgermeister unterzeichnet – per Kurier an den Kreiswahlleiter ins Lüdenscheider Kreishaus geht.

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