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Vor vielen Besuchern: Bremer Künstlerin gewährt Einblicke in ihre Arbeit

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Von: Michael Koll

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Die Bremer Künstlerin Brigitte Schulte war am Sonntagmorgen auch in die Stadtgalerie gekommen und erklärte einige ihrer Werke.
Die Bremer Künstlerin Brigitte Schulte war am Sonntagmorgen auch in die Stadtgalerie gekommen und erklärte einige ihrer Werke. © Koll, Michael

Enorm viel Zuspruch erhielt die Vernissage der Bremer Künstlerin Brigitte Schulte am Sonntagmorgen in der Stadtgalerie an der Niederheide. Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) frohlockte: „Sogar aus Küntrop sind Menschen gekommen.“

Neuenrade – Diese wanderten allerdings zunächst hinüber in die Aula, wo die 15-jährige ukrainische Pianistin Taisiia Nikitova einmal mehr ihre Zuhörer verzauberte. Ihr ansteckendes Lächeln, ihr aufgrund ihrer Nervosität schnellerer Atem und ihr überaus gefühlvolles Spiel fesselten ihr Publikum gleichermaßen. Werke von Chopin und vom ebenfalls ukrainischen Komponisten Skoryk spielte sie mit jugendlicher Hingabe und zugleich mit spielerisch reifer Finesse.

Gut besucht war die Vernissage in der Stadtgalerie an der Niederheide, zu der zur Freude des Bürgermeisters sogar Bürger aus Küntrop kamen.
Gut besucht war die Vernissage in der Stadtgalerie an der Niederheide, zu der zur Freude des Bürgermeisters sogar Bürger aus Küntrop kamen. © Koll, Michael

Zurück in der Stadtgalerie übernahm Ex-Bürgermeister Klaus Peter Sasse die Einführung in das Werk der Malerin Schulte. „Das war ein Kunstgenuss für die Ohren, doch zum Glück haben wir ja noch mehr Sinne“, führte er von der musikalischen Eröffnung zum Kern der Vernissage über.

Mit vollem Körpereinsatz schilderte er dann das Entstehen eines Werkes der norddeutschen Malerin. Die „ehemalige Grundschullehrerin aus Überzeugung malt immer wenn sie Zeit hat, Lust hat und wenn es sie treibt“, verriet Sasse.

„Dann hat sie keinen Malerkittel an, sondern abgelegte Oberhemden ihres Mannes“, hatte das frühere Stadtoberhaupt im Vorgespräch erfahren. „Und schon tritt sie in einen Dialog mit dem Bild auf der Leinwand“, erklärte er. „Mal ist das ein inspirierender Austausch und dann wieder eher ein von Wut geprägtes Zwiegespräch“, sagte Sasse, wand sich dabei hin und her und seine Arme machte raumgreifende Bewegungen dazu.

Die 15-jährige ukrainische Pianistin Taisiia Nikitova fesselte das Publikum mit ihrem gefühlvollen Spiel.
Die 15-jährige ukrainische Pianistin Taisiia Nikitova fesselte das Publikum mit ihrem gefühlvollen Spiel. © Koll, Michael

Unsicher blickte der frühere CDU-Politiker zur Künstlerin, die ihn anlächelte und gestand: „Das haben Sie ganz richtig so in unserem gestrigen Gespräch verstanden.“

Brigitte Schulte hat Kunst studiert. Sie wisse also, was sie da tut, hob Klaus Peter Sasse hervor. Doch anhand des zweiteiligen Werks „Im Dialog“ von 2012 schildert die Künstlerin, „dass ich mich von den starren Vorgaben der Theorie erst einmal lossagen musste“.

Zwei in blau gehaltene Gesichter stehen sich bei diesem Kunstwerk gegenüber, blicken einander in die Augen. Schulte erläuterte: „Das sind die ersten meiner Bilder, die intuitiv entstanden sind.“ Weiter führte sie aus: „Ich habe hier vieles nur angedeutet und somit Raum für den Betrachter gelassen, seine eigene Inspiration beim Anschauen zu finden.“

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