Volles Haus zur Probepredigt

Pfarrer Dieter Kuhlo Schöneberg bewirbt sich um die Pfarrstelle.

NEUENRADE -   Die evangelische Kirche war voll besetzt. Der Grund: Etliche Neuenrader waren gekommen, um am Probegottesdienst von Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg teilzunehmen. Doch nicht nur Neuenrader waren im Gottesdienst.

Viele Werdohler hatten ihren Pfarrer in die evangelische Kirche Neuenrade begleitet – wohl um Adieu zu sagen. Pfarrer Harald Steinhoff jedenfalls war mit der Resonanz höchst zufrieden: „Wir hatten eine echt volle Kirche. Das war schön“. Pfarrer Kuhlo-Schöneberg bewirbt sich um die zweite Pfarrstelle in Neuenrade.

Auch bei der Katechese, bei der Bewerber sozusagen auch ihre didaktischen, vermittelnden Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen, lief es nach Angaben von Pfarrer Steinhoff sehr gut. Es war eine Bibelstunden und die habe Spaß gemacht unter der Regie von Bewerber Kuhlo-Schöneberg. Doch bis er tatsächlich Pfarrer in Neuenrade wird, gilt es noch einen letzten Schritt zu tun und Regularien zu erfüllen. Da ist der Wahlgottesdienst am Sonntag, 6. September, um 18.30 Uhr.

Kein geringerer als Superintendent Klaus Majoress, vermutlich begleitet von einem weiteren Würdenträger, wird den Wahl-Gottesdienst dann halten. Anwesend sein werden dann auch die acht Presbyter, welche bei der Wahl die Gemeinde vertreten sind, sowie Pfarrer Steinhoff. Sechs Stimmen muss der Bewerber mindestens erhalten, um auch gewählt zu werden. All das passiert dann nach der Predigt des Superintendenten. Zunächst wird dann entschieden, ob öffentlich im Gottesdienst gewählt wird oder eben schriftlich. In den meisten Fällen, so weiß Steinhoff zu berichten, würden sich die Presbyter für die schriftliche Wahl entscheiden. In alphabetischer Reihenfolge würden die Wahlberechtigten dann aufgerufen, könnten ihren verdeckten Stimmzettel dann abgeben, können zwischen ja, nein und Enthaltung wählen. Bei mehreren Bewerbern sind durchaus mehrere Wahlgänge möglich. In diesem Fall gibt es nur einen Bewerber – eben Pfarrer Kuhlo-Schöneberg.

Nach der Wahl gibt der Superintendent dann das Ergebnis bekannt. Danach gilt es mögliche Einspruchsfristen – es sind dann immer noch Einwände möglich – abzuwarten.

Ist das überstanden, wird der neue gewählte Pfarrer dann offiziell zum 1. November eingestellt. Der Amtswohnsitz wird in dem Pfarrhaus Am Semberg sein. Laut Steinhoff verspricht Kuhlo-Schöneberg eine „Gemeindearbeit der offenen Türen“.

Von Peter von der Beck

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