Volles Haus bei der ersten Neuenrader Jugendkonferenz

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Die Jugendlichen formulierten ihre Anregungen und Wünsche und präsentierten das ganze anschließend.

Neuenrade - Pimp Your Hometown – unter diesem Motto stand die erste Jugendkonferenz in Neuenrade. 140 Jugendliche und auch junge und ältere Erwachsene hatten sich an diesem Tag um die Weiterentwicklung der Stadt gekümmert.

„Jugendarbeit ist so wichtig für die eigene Stadt. Daher brauchen wir dringend junge Leute und Perspektiven zur Weiterentwicklung“, so begrüßte Bürgermeister Antonius Wiesemann die Jugendlichen im Alter von 13 bis 24 Jahren am Samstag im Kaisergarten. „Ihr sollt selbst mitgestalten und entscheiden, was in eurer Stadt passiert, das ist unser Ziel der ersten Jugendkonferenz“. Bis dahin sei es ein langer Weg gewesen – mit vielen Entwicklungen. Es sei nicht immer einfach gewesen, sagte Wiesemann, doch gemeinsam mit viel Unterstützung verschiedener Vereine habe man es so weit geschafft. 

Eigene Entscheidungen treffen

Die Jugendkonferenz ist ein Leader-Projekt und wird mit Geld der EU zur Entwicklung des ländlichen Raums gefördert. Die personelle Finanzierung ist für zwei Jahre gesichert. Doch danach soll nicht Schluss sein, sondern das Projekt soll langfristig beibehalten werden. Daher appellierte Wiesemann: „Lebt die Demokratie von heute und trefft eure eigenen Entscheidungen. Bringt euch mit ein, denn so wie es jetzt ist, so soll es bleiben!“ 

Kino und Jugendcafé

Auch Agnes Tramberend, die neue Mitarbeiterin des Jugendzentrums und erste Ansprechpartnerin für das Jugendnetzwerk Neuenrade, legte den Jugendlichen etwas ans Herz: „Habt laute Gedanken, schreibt eure Wünsche auf, damit wir alles gemeinsam erarbeiten können.“ Co- Moderatorin Annalena Pingel unterstütze die Moderatoren von Seilschaft, Frank Feldmann und Oliver Teipel. Hier und da fragte sie Jugendliche ob es ihnen gefalle. So auch den 13-jährigen Jason aus Küntrop, der sich ganz besonders ein Kino in Neuenrade wünscht. Ebenso wie die 14-jährige Cayenne aus Neuenrade auch sie würde sich über die Neueröffnung des Kinos sehr freuen. Beide wollen am Ball bleiben und sind bei der nächsten Jugendkonferenz wieder dabei.

 Präsentation der Ergebnisse

Nachdem die Jungen und Mädchen alle Wünsche aufgeschrieben hatten, wurden diese im einzelnen an verschiedenen „Thementischen“ erarbeitet. Eine Art Brainstorming, das im Anschluss auf unterschiedliche Arten präsentiert wurde. So wurde beispielsweise die Begründung für ein Jugendcafé in Form eines Rollenspiels dargestellt und die Neueröffnung des Kinos in Videoform. Gespannt verfolgten die Erwachsenen die Präsentationen der Jugendlichen, die schon richtig konkret waren. Vorschläge und Finanzierungsmöglichkeiten waren schon gleich mit angegeben.

Vorschläge gleich mit Finanzierung

 „Man merkt richtig wie viele Gedanken sich die Kinder zum Teil gemacht haben und wie realistisch sie darüber denken“, sagte Tramberend fasziniert. In manchen Dingen dachten die Jugendlichen sogar eher sparsam und forderten statt eines neuen Sportplatzes einfach nur die Sanierung von Gerätschaften oder Nachbesserung von Feldumrandungen. Der Grundstein sei gesetzt und nun müsse man sehen wie es weiter geht. Agnes Tramberend ist auf jeden Fall hoch motiviert und auch Bürgermeister Antonius Wiesemann und Sandra Horny von der Bücherei und Zelius freuen sich über die rege Teilnahme der Jugendlichen. 

Im Januar geht es weiter

Nun geht es im Januar weiter mit den Planungen. Vereine müssen konkret mit ins Boot geholt werden: „Wir müssen schauen, welcher Verein für welchen Bereich passt und wer sich mit einbringen möchte“, sagte die neue hauptamtliche Mitarbeiterin des Jugendnetzwerks. Zusätzlich sollen sich interessierte Jugendliche auch weiter mit einbringen und an den einzelnen Projekten teilnehmen. Wer Interesse hat darf sich gerne unter info@jugendnetzwerk-neuenrade.de melden.

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