Volksfestatmosphäre rund ums Neuenrader Rathaus

Er liebt seine Stadt und die Menschen: Bürgermeister Klaus Peter Sasse ist diese Freude deutlich anzusehen. -  Foto: Jentzsch

Neuenrade - 100 Jahre Rathaus Neuenrade. Das Zentrum der Neuenrader Stadtverwaltung hat seit 1914 einiges erlebt und innerhalb der Bruchsteinmauern hat so mancher Bürgermeister die Fäden in der Hand gehabt. Zuletzt Klaus Peter Sasse, der es auf fast 15 Amtsjahre an der Spitze der Stadtverwaltung gebracht hat.

Sasse befindet sich wenige Tage vor seinem offiziellen Ausscheiden aus dem Amt des Bürgermeisters auf Abschiedstour. Es lag auf der Hand, die 100-Jahr-Feier rund ums Neuenrader Rathaus zu nutzen, um seiner Stadt ein umfassendes Dankeschön auszusprechen – und den Menschen, die dort leben.

Alles schien perfekt arrangiert. Das Wetter hätte nicht besser sein können und verpasste der glänzenden Stimmung rund um den Amtssitz einen würdigen Rahmen. Sasse ist ein Sympatieträger der Stadt, hat sich durch seine Art einen festen Platz in den Herzen der Menschen seiner Stadt verschafft. Das wurde bei jeder herzlichen Umarmung, jedem Händeschütteln und jedem überreichten Präsent deutlich – völlig unbedeutend, ob ein Landrat eine Laudatio hielt oder ein Vertreter der vielen Vereine, Institutionen und Organisationen, die Sasse einiges zu verdanken haben.

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100 Jahre Rathaus Neuenrade

Er habe sich auf die 100-Jahr-Feier gefreut, weniger auf seinen Abschied, den er selbstverständlich mit einer Portion Wehmut begehe. „Ich gehe, weil es an der Zeit ist“, sagte Sasse und eröffnete sogleich seinen Dankes-Marathon. Er sprach die Menschen auf die für ihn typische liebenswerte Art an. So, dass sich selbst die Nichtgenannten angesprochen fühlten. In jedem Satz schwang Stolz mit. Er sprach von seiner Mannschaft im Rathaus, so wie ein Team-Kapitän von seinen Mitspielern redet. Er hob exemplarisch einige Ehrenämtler hervor, ohne die eine Gesellschaft wie die in Neuenrade nicht denkbar wäre. Er sprach eine Vielzahl von Aspekten an, die seine Stadt lebenswert machen – und offensichtlich stand er mit dieser Meinung nicht allein da. Das war an den Reaktionen der Zuhörer abzulesen.

Der Samstag war aber weit mehr als „nur“ das Lebewohl des langjährigen ersten Bürgers. 100 Jahre Rathaus galt es zu feiern. Und wie erwartet wollte sich jeder einbringen. Das Programm hielt eine spannende Mischung aus Musik, Tanz und Entertainment parat, ein Spiegelbild des Lebens in den Hönnestadt. Während die Kinder Stockbrot backten oder die vielen Feuerwehrfahrzeuge inspizierten, nutzten viele Erwachsene die Möglichkeit, mal hinter die Kulissen des Rathauses zu schauen. Vom immensen Interesse der Bevölkerung schien so mancher Verwaltungsmitarbeiter regelrecht überwältigt. Es war eine herrliche Volksfeststimmung, die Sasse den Abschied von der Spitze vielleicht etwas leichter macht.

Von Markus Jentzsch

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