Volksbank verspricht: Affelner nicht auf dem Abstellgleis

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Seit der Sprengung des Geldautomaten im August ist die Filiale in Affeln geschlossen.

Affeln – „Sie sind in Affeln alles andere als auf einem Abstellgleis.“

Karl Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank in Südwestfalen, war nach den jüngsten Ereignissen in Affeln mit der Sprengung des Geldautomaten und der anschließenden Schließung der Filiale gleich zu Beginn des Volksbank-Mitglieder-Dialogs bemüht, sich gut mit den Dorfbewohnern zu stellen. 

110 waren als Mitglieder und damit auch Teilhaber der Bank zu diesem Gesprächsabend gekommen. „Wir möchten und werden uns auch weiterhin um Sie, unsere Mitglieder und Kunden, hier vor Ort kümmern!“ Dazu gehöre auch die bewusste Entscheidung, den Mitglieder-Dialog in Affeln durchzuführen. 

Informationen zur Geschäftsentwicklung

Dommes informierte die Anwesenden über die Entwicklung der Volksbank in den verschiedenen Geschäftsfeldern und im Mitgliederbereich: 1866 neue Bankteilhaber wurden im laufenden Jahr gewonnen. Das seien schon jetzt mehr als im gesamten Jahr 2018. 

Zum 1. Quartal 2020 wolle man das Serviceangebot des bisherigen Kundenservicecenters ausbauen und durch ein Kunden-Dialog-Center ersetzen. „Ab dann können unsere Mitglieder und Kunden im Privat- und Geschäftskundenbereich Beratung und Vertragsabschluss weitestgehend ohne einen Filialbesuch erledigen“, so der Vorstandssprecher. Auch wenn die Digitalisierung auch vor der Volksbank nicht Halt mache, wolle man niemals zu einer Direktbank werden. 

Kleinere Servicefilialen umgewandelt

Dennoch ging die Veränderung im Kundenbereich mit der Umwandlung kleinerer Servicefilialen in sogenannte Selbstbedienungsstandorte (SB) einher. Außer in Affeln an der Hauptstraße betraf dies beispielsweise auch noch die Filialen in Balve-Garbeck und Plettenberg-Eiringhausen. Der SB-Standort an der Garbecker Straße in Küntrop blieb sogar komplett geschlossen, nachdem unbekannte Täter Ende Juni auch dort versucht hatten, den Geldautomaten zu sprengen. 

Mit der Bankbetriebssystemumstellung habe man einen zweijährigen Marathon mit zwei Großprojekten beendet, erklärte Dommes weiterhin. Angefangen habe alles am 2. November 2017 mit dem Entschluss zur Fusion der Volksbanken Märkischer Kreis und Siegerland und endete mit der Umstellung am ersten Oktoberwochenende 2019. „Wir haben uns ein Jahr darauf vorbereitet. In der Spitze waren 60 bis 80 Mitarbeiter mit der Umstellung beschäftigt“, blickte Dommes noch einmal zurück. 

Bombendrohung in Werdohl

„2019 war in vielerlei Hinsicht schon ein verrücktes Jahr“, erklärte der Vorstandssprecher. Er erinnerte an die anonyme Drohung in Werdohl, dass die Filiale gesprengt werden solle, was einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr und eine sofortige Evakuierung des Gebäudes nach sich zog. Dommes: „Mitte August lag nach der Sprengung des Automaten in Affeln gefühlt die halbe Bank auf der Straße. Wir hatten Sorge, ob das Gebäude nicht mehr stabil genug ist.“ Ein Statiker habe aber Entwarnung geben können. 

Sehr schnell sei klar gewesen, dass in Affeln wieder ein Geldautomat und ein Kontoauszugsdrucker aufgestellt werden soll. Nur über das wie und wo habe man bankintern noch beraten müssen. „Die Lösung ist die Aufstellung eines Pavillons auf dem Parkplatz direkt neben der Bank“, so Dommes. Aufgrund der langen Lieferzeiten sei mit der Installation des Kombigeräts im ersten Quartal 2020 zu rechnen. 

Ehrungen langjähriger Mitglieder

Im Rahmen des Mitglieder-Dialogs wurden auch Jubilare für ihre 40- oder 50-jährige Treue zur Genossenschaft geehrt. Im Anschluss unterhielt Entertainer Jörg Burghardt mit dem Bühnenprogramm „100 Jahre Deutsche Redewendungen und woher sie kommen“ die Besucher.

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