Volksbank-Umfrage: Top Stimmungslage bei der heimischen Wirtschaft

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Karl-Michael Dommes (links)  und Uwe Fischer verweisen auf die offenbar gute Stimmungslage bei der heimischen Industrie.

Neuenrade - Der gute Konjunkturzyklus dauert schon verdächtig lange, doch das ficht die Unternehmer, welche sich an der Umfrage der Volksbank im Märkischen Kreis beteiligt haben, nicht an. Der Großteil dieser Unternehmerschaft schaut mit Optimismus in die Zukunft und rechnet damit, dass es einstweilen so bleibt.

Insbesondere die Neuenrader Unternehmerschaft sei guter Dinge, betonte Uwe Fischer, Unternehmenskundenbetreuer. Die Ergebnisse der Umfrage präsentierte der Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis, Karl-Michael Dommes in der Neuenrader Keimzelle des heimischen Volksbankkonzerns.

Dommes verkündete dabei auch nicht ohne Stolz, dass die Volksbank im Jubiläumsjahr wohl eine Bilanzsumme von rund zwei Milliarden Euro erreichen werde.

Wie auch immer: Datengrundlage für die Umfrage bilden 95 Unternehmen – im Beritt der Volksbank im Märkischen Kreis – deren Vertreter an der Umfrage teilgenommen haben. Insbesondere von der guten Stimmung im verarbeitenden Gewerbe wird das Ergebnis der Umfrage getragen. Das bekommt die Bank zu spüren. Dommes: „Wir erleben seit Herbst bis Jahresmitte eine deutliche Nachfrage nach Investitionskrediten. Da verzeichnen wir ein Plus von 8,6 Prozent“. In Zahlen ausgedrückt bedeuteten das immerhin „100 Millionen Euro mehr“. 

Besonders viel investiert wird da offensichtlich auch in Neuenrade: Fischer: „Da ist richtig was los und das wird sich fortsetzen. Mittlerweile wird auch in Immobilien investiert. Die Firmen erweitern und sichern ihren Standort“. Aus seiner Sicht sei die Situation herausragend. „Da gibt es so einige Bauvorhaben in unserem Gewerbegebiet. Das ist positiv für Neuenrade und stärkt die Wirtschaftskraft des Ortes“. Dommes verwies zudem auf die Auslandsabteilung in Neuenrade. Das Import- und Exportgeschäft habe deutlich angezogen –auf hohem Niveau. „Das war ein tolles Auslandsjahr für uns“.

Gleichwohl gibt es gemäß der Volksbank-Umfrage bei den Unternehmern drei durchaus bekannte Problemfelder: Da ist der Facharbeitermangel, die Unternehmer nennen auch Bürokratie als Problem und die Rohstoffversorgung, sowie die Kostensituation beim Material. Insgesamt zeigt die Umfrage auch Anzeichen einer generellen Kostensteigerung, sprich Inflation. Und was wünscht sich die Unternehmerschaft im südlichen Märkischen Kreis? Dass sich die Infrastruktur beim Straßenbau und der Datenanbindung verbessere, dass eben Bürokratie abgebaut werde, und: dass es mehr Initiativen im Bereich Bildung (Schule, Ausbildung) geben möge.

Ungewöhnlich dabei sei, so heißt es in den Unterlagen, dass zwei Drittel der Unternehmen extra Punkte aufgeführt hätten, was bei offenen Fragestellung eher ungewöhnlich sei.

Ein guter Teil der heimischen Industrie ist intensiv mit der Autoindustrie verbunden. Da ist die Frage interessant, wie sich die Industrie für die Zukunft wappnet (Stichwort Elektro-Mobilität). Fischer betonte, dass es eine absolute Abhängigkeit von der Autoindustrie hierzulande nicht gebe. Zudem sei der Mittelstand hier richtig gut aufgestellt, der habe „früh diversifiziert“.

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