„Ganz wichtiger Standort“

Karl-Michael Dommes und Lavinia Hesse. - Foto: von der Beck

Neuenrade - 210 Genossen mehr, ein Plus von mehr als 8 Prozent bei den Kundeneinlagen und immerhin noch ein Plus von gut 5 Prozent bei der Entwicklung der Kundenkredite: Das kann sich sehen lassen in diesen Zeiten. Die Volksbank im Märkischen Kreis legte im Teilmarkt Neuenrade/Balve ein Top-Ergebnis hin.

182,5 Millionen Euro, so ist die Marke bei den Kundenkrediten und 241,2 Millionen Euro hoch sind die Kundeneinlagen. Das kann sich sehen lassen. Und in Neuenrade hat, so betont Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes im Rahmen der Bilanzpräsentation am Donnerstag, „die Volksbank die Marktführerschaft“. Kein Zweifel: Das obere Hönnetal gehört zu den wichtigsten Marktsegmenten der Volksbank. Die Mitgliederquote in Neuenrade liegt bei fast zehn Prozent des Gesamtbestandes. Das sei gigantisch betonte Dommes. Und auf Neuenrader Gebiet liegt auch eine Keimzelle. Die Filiale in Affeln feiert in diesem Jahr den 125. Geburtstag und repräsentiert damit den ältesten Teil der Bank. Das wird im Rahmen einer Jubiläumswoche mit Verlosungsaktionen und einem familiären Angebot schön gefeiert. Ein Festakt ist dann abends am 25. April in der Affelner Schützenhalle.

Die Filiale in Neuenrade wird gut gepflegt. Knapp 1,1 Millionen hat die Volksbank damit in den vergangenen fünf Jahren am Standort investiert. Auch personell wurde in Neuenrade aufgestockt. Rund 40 Mitarbeiter arbeiten dort inzwischen, rund 20 wurden aus Platzgründen aus Plettenberg abgezogen, die nun hier vor Ort sich um Kundenservice für die Gesamt-Bank kümmern. Sicher auch eine Stärkung der Neuenrader Innenstadt. Dommes betonte aber, dass sich die Bank insgesamt so dezentral wie möglich aufstelle. Das gehöre zur Philosophie.

Traditionell gehört in Neuenrade auch viel Industrie zur Kundschaft und bildet dort offenbar eine große Hausnummer. Dommes: „Das ist ein ganz wichtiger Standort unserer Bank“. Gleichwohl ist man bei der Volksbank insgesamt nicht so ganz zufrieden mit der Kreditvermittlung. Das liege daran, dass es den Unternehmen hier vor Ort offenbar gut gehe. Die würden lieber aus Eigenmitteln investieren, und zudem fleißig tilgen. Bleibt noch der Hinweis auf die mehr als mageren Zinsen für Einlagen. Da müssen sich die Sparer bewegen, sich beraten lassen. Wer mehr für sein Geld haben wolle, müsse längere Laufzeiten bei langen Zinsfestschreibungen akzeptieren und vielleicht ein höheres Risiko eingehen. Dommes empfahl Aktien. Lavinia Hesse, Abteilungsdirektorin Marketing, ließ in diesem Zusammenhang durchblicken, dass man die Beratung der Kundschaft noch intensivieren und ausweiten werde.

Bleibt der Blick des Bankers in die Zukunft: Man werde das niedrige Zinsniveau noch einige Jahre behalten und den Euro werde man noch ganz lange haben. Doch wenn „das Zinsniveau in fünf Jahren noch weiterhin nahe Null liegt, dann wird es auch hier ein bisschen enger“, sagte Dommes.

Von Peter von der Beck

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