Volksbank in Affeln wird zum SB-Standort

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Die Volksbank-Filiale in Affeln wird in den nächsten Tagen in einen Selbstbedienungsstandort umgewandelt.

Affeln - Mit einem Umtrunk verabschieden sich die Mitarbeiter der Affelner Volksbank-Filiale am Donnerstag ab 18 Uhr von ihren Kunden.

Denn die Volksbank in Südwestfalen dünnt ihr Netz der kleineren Servicefilialen aus. Deshalb wird aus dem Standort an der Hauptstraße in Affeln in den nächsten Tagen ein Selbstbedienungsstandort (SB-Standort) mit Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern. Auch Schließfächer wird es dann an diesem Standort nicht mehr geben. Die bisher in Affeln eingesetzten Mitarbeiter wechseln in die Hauptstelle nach Neuenrade. 

Ihre Pläne machte die Volksbank Anfang Juni öffentlich und begründet diese mit einem veränderten Kundenverhalten. Neben Affeln betrifft diese Maßnahme in der Region auch die Servicefilialen in Plettenberg-Eiringhausen und Balve-Garbeck. 

Filialen seit Jahren "auf dem Zettel"

„Die Filialen in Affeln, Garbeck und Eiringhausen standen schon vor sieben Jahren bei uns auf dem Zettel“, sagte Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes zu den Plänen seines Geldinstitutes. Allein zwischen 2013 und 2017 habe sich die Zahl der Kundenbesuche dort um 45 Prozent reduziert. „Und die Zahlen haben sich weiter verschlechtert. Dabei haben wir nicht weniger Kunden, aber die Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte heute anders“, sagt der Volksbank-Chef mit Blick auf die wohl größte Veränderung. „Seitdem es Smartphones gibt, hat jeder seine Volksbank-Filiale in der Jackentasche.“ Insgesamt wandelt die Volksbank in Südwestfalen bis um 29. Juli elf der bisher 39 Filialen in SB-Standorte um. 

Um in den Dörfern auch künftig an Bargeld zu kommen, bietet die Volksbank auch einen Bring-Service an. „Wer beispielsweise aus Alters- oder Krankheitsgründen keine Möglichkeit hat, einen unserer Geldautomaten zu erreichen, kann diesen Service in Anspruch nehmen“, so Dommes. 

Keine Kündigungen 

Jedes Volksbank-Mitglied könne sich, nach vorheriger Terminvereinbarung, ein Mal pro Monat Bargeld von 200 bis 2000 Euro nach Hause liefern lassen. 

Zu Kündigungen soll es im Zuge der Umstrukturierungen nicht kommen. „Ganz im Gegenteil. Durch die personelle Unterstützung bauen wir das qualifizierte Beratungsangebot an den nun 28 personenbesetzten Standorten für unsere Kunden noch weiter aus. In Ein-Personen-Filialen war dies in dieser Form bisher kaum möglich“, sagte der Vorstandssprecher im Juni. Allerdings, und das betonte Dommes auf Nachfrage, werde man in den nächsten Jahren nicht alle altersbedingt aufhörenden Mitarbeiter ersetzen. 

Was mit den drei Filialen im heimischen Raum zukünftig passiert, ließ der Vorstandssprecher offen.

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