Volksbank geht in die Offensive

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Den kleinen Plüschhasen gibt es für kleine Sparer. ▪

NEUENRADE ▪ Die Volksbank im Märkischen Kreis, ein Unternehmen mit 400 Mitarbeitern, will in die Offensive gehen. Das betonte am Donnerstag Volksbank-Vorstand Karl-Michael Dommes im Rahmen eines Pressegespräches. Dommes sagte, dass man nun bestens aufgestellt sei, ein Prima Backoffice habe, letzte Feinjustierungen nun vornehmen werde und ein schönes Paket schnüren könne, um Kundschaft zu gewinnen und gute Geschäfte zu machen.

Die Volksbank habe bei rund 250 000 Einwohnern in ihrem Beritt eine Kundenreichweite von nahezu 35 Prozent und werde das nutzen. Dommes: „Wir werden uns nun wesentlich stärker im Jugendbereich engagieren, bei den Mittelständlern und den etwas reicheren Bürgern“. Lange habe man recherchiert, neue Konzepte entwickelt: „Wir haben tolle Mitarbeiter, tolle Produkte ein schlankes System – wir wollen und können hinzugewinnen.“

Eine erfreuliche Entwicklung habe das Unternehmen genommen, welches zu den Top 50 der Branche in Deutschland gehöre. Netto habe die Bank in den vergangenen Monaten knapp 1400 Mitglieder gewinnen können. Und bei der jungen Kundschaft habe es Erfolge gegeben – mit rund 1300 neuen Konten. Im Einlagengeschäft habe sich wenig bewegt. Da liege man, nach einem Wachstum von rund 17 Prozent in den drei Jahren davor, bei aktuell 1,2 Milliarden Euro. Allerdings verzeichnet hier die Volksbank im Märkischen Kreis eine Verschiebung: Fort von den längerfristigen Anlagen hin zu ganz kurzfristigen Einlagen. Vor allem beim Tagesgeld habe man um 20 Prozent zugelegt. Das bedeute allerdings auch, dass die Hälfte der Einlagen nahezu täglich fällig werden könne. Ursache für das Verhalten: Die Kundschaft möchte sich angesichts niedriger Zinsen nicht langfristig binden, will auch so auf Widrigkeiten schnell reagieren können, hieß es.

Kritik gab es von Vorstand Dommes am Gebaren teils subventionierter internationaler Konkurrenz, welche mit Null-Kosten-Konten und höheren Zinssätzen werben würden. Es gebe derzeit einen Preiskampf ausländischer Banken hierzulande.

Dommes verwies dann noch auf das Kreditgeschäft, das in diesem Jahr mit einem Plus von 5,65 Prozent eine erfreuliche Entwicklung genommen habe. „Wir werden die Milliardengrenze überschreiten“, versprach der Banker. Zuwächse resultieren dabei auch auf der Kreditvergaben an die Mittelständler. „Bei denen rücken wir langsam ins Blickfeld“.

Speziell für Neuenrade/Balve gibt es höchst Erfreuliches zu berichten: Bei der Kreditvergabe gibt es in den vergangen Monaten hier ein deutliches Wachstum von 11,7 Prozent. Das sei den Investitionen der Unternehmer geschuldet, die allerdings auch für das Einlagen-Minus in Höhe von vier Prozent verantwortlich seien. Da hätten Mittelständler wegen der Investitionen eben verstärkt ihr Guthaben abgerufen.

Bleibt noch der Hinweis auf den Weltspartag am 30. Oktober. Da hofft die Volksbank auf viel Zuspruch von Kindern und Jugendlichen. Auf dass sie Ihr Erspartes auf die Hohe Kante legen. Dazu haben sie am 30. und am 31. Gelegenheit. Es sind sehr publikumswirksame Tage. Kaum ein Mitarbeiter bekomme dann Urlaub, sagte Dommes. Man will die Gelegenheit nutzen und den Kontakt zu den jungen Kunden gewinnen und auch intensivieren. ▪ Peter von der Beck

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