Volksbank: Gute Noten für den Standort Neuenrade

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Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes und Prokuristin Lavinia Heße

Neuenrade/Balve - Neuenrade gehört nach wie vor zu den ergiebigen Gebieten im Beritt der Volksbank im Märkischen Kreis: Die Kundeneinlagen in Neunrade und Balve sind um 5,5 Prozent gewachsen und auch bei den Kundenkrediten läuft es mit einem Plus von 5,5 Prozent gut.

Mit dem Konkurrenten, der Vereinigten Sparkasse, operiere man auf Augenhöhe, sagte Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes. Wobei der Schwerpunkt der Volksbank in Neuenrade liege. Nach wie vor gehöre das Neuenrader Gebiet zur Herzkammer der Bank, sagte Dommes.

So wird in Neuenrade auch das Service-Center betrieben. Zwischen 15 und 18 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen erledigten dort die Sachbearbeitung, die auch im Zuge der Vertriebserfolge anfalle. Zudem erfolge dort die Nachlassbearbeitung, die Datenpflege, erforderliche Meldungen würden von hier aus rausgehen. Viel Dinge müssten die Mitarbeiter auch erledigten, die mit dem „aufsichtsrechtlichen Wahnsinn“ einhergingen.

Rund 38500 Mitglieder zählt die Volksbank im Märkischen Kreis, ein Viertel der Mitglieder ist dabei in Neuenrade und Balve angesiedelt. Und nicht jeder Kunde sei auch Mitglied, so dass das Potenzial natürlich noch höher sei. So haben die Verantwortlichen der Volksbank unter dem Strich einen guten Einblick aufs lokale Wirtschaftsgeschehen.

Und das sehe gut aus für die Neuenrader/Balver Region. So werde sich in Neuenrade „noch etwas rühren“, was Investitionen anbelange. Man habe gute Gespräche geführt und betonte, dass der Standort Neuenrade/Balve „enorm wichtig“ sei. „Wir sind hier entweder Hausbank oder zweite Bank“.

Investition in Neuenrade

Auch die Volksbank investiert in Neuenrade: Wie der Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis, Karl Michael Dommes am Rand des Gespräches sagte, wurde bereits in „ziemlich zentraler Lage“ Neuenrades entsprechende Fläche gekauft. Beabsichtigt sei, "altengerechte Wohnungen" zu errichten, auch ein "Mehrgenerationenhaus" sei im Gespräch. „Wir haben das Geld, andere bringen das Know How und die Verbindungen mit, um die Projekte umzusetzen“, sagte Dommes. Die Volksbank-Tochter VR-Südwest arbeitet mit der E-Holding zusammen. Die VR-Südwest verantworte insgesamt Projekten im zweistelligen Millionenbetrag. So würden die Geschäfte der Volksbanktochter Fahrt aufnehmen. Befeuert werde das auch mit starker Nachfrage nach altengerechtem Wohnraum.

 

Nicht zu vergessen das lokale Engagement: Rund 72 000 Euro spendete die Volksbank 2017 im Raum Neuenrade-Balve. Ansonsten ist man bei der Bank mit der Performance 2017 im niedrigen Zinsumfeld hoch zufrieden. Die Bilanzsumme stieg 2017 auf mehr als zwei Milliarden Euro. Fonds und Aktien seien mehr nachgefragt.

 In diesem Umfeld schüttet die Bank eine Dividende von 3,5 Prozent aus. Die Digitalisierung schreitet voran: Der Anteil der mobilen Nutzer des Bankangebotes sei um fast 40 Prozent gestiegen. Gleichwohl will man die Filial-Dichte behalten – auch die Garbecker Filiale werde vorerst bleiben. Denn: „Nur online ist nicht der Weisheit letzter Schluss.“. Solange man noch Luft dafür habe, werde man am Filialnetz nichts ändern, sagte Dommes.

Aus der angestrebten Fusion mit der Siegener Volksbank erhofft man sich viele Vorteile. Angestrebt sei dabei das Geschäftsfeld Digitalbank zu kreieren. Aber, obs was wird mit der Fusion, bleibt abzuwarten. Weitere Gespräche laufen demnächst. Dommes sagte auf Nachfrage, dass die Volksbank nach der gelungen Fusion die zweitgrößte Bank in der Region werde, nach der Sparkasse Siegen.

Von Peter von der Beck

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