Volksbank: Filialschließungen in ein bis zwei Jahren möglich 

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Bilanzsumme, Kunden- und Mitgliederzahl können sich sehen lassen. Und trotzdem könnten im Zuge der Digitalisierung in den nächsten Jahren Volksbank-Filialen geschlossen werden. 

Neuenrade - Sparen ist weiter zeitgemäß – das ist der Tenor von Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank in Südwestfalen.

Anlässlich des Weltspartages Ende Oktober erinnert die Volksbank am 30. und 31. Oktober wieder an die Bedeutung des Sparens und der finanziellen Vorsorge. Kinder und Erwachsene können dann wieder ihr Erspartes in den Filialen einzahlen und erhalten zur Belohnung ein Geschenk. 

Der Weltspartag jährt sich in diesem Jahr bereits zum 94. Mal. Früher sei gar eine Sparwoche veranstaltet worden. „Heute ist der Tag in vielen Großstädten vergessen, aber wir halten daran fest“, sagt Dommes. Schließlich komme dem Sparen trotz Niedrigzinsen mit Blick auf die Schließung der Rentenlücke eine wichtige Rolle zu. Die Mehrheit der Deutschen, 71 Prozent, spare weiterhin und auch wenn der Anteil der Sparer sinkt, steigt laut Dommes die Sparquote: Durchschnittlich würden mehr als zehn Prozent des Einkommens zur Seite gelegt. 

Zufrieden mit der Entwicklung im eigenen Haus

Auch mit der Entwicklung im eigenen Haus ist der Vorstandssprecher zufrieden. Nach dem Zusammenschluss zur Volksbank in Südwestfalen im Sommer ist die Genossenschaftsbank nun mit Abstand die größte in Südwestfalen und nach der Sparkasse Siegen das größte Kreditinstitut. 

16 Bereichsleiter die derzeit unter vier Vorständen arbeiten, sind laut Dommes das „Grundgerüst dieser neuen Volksbank“. Mit der DigitalBank und dem eigenen Geschäftsbereich Immobilienvermittlung wurden auch zwei neue Bereiche eingeführt. Insgesamt kommt die Volksbank in Südwestfalen nun auf 162 000 Kunden und 72 000 Mitglieder in einem Gebiet zwischen Balve und Niederdresselndorf. Die Bilanzsumme beträgt 3,52 Milliarden Euro und doch: Danach gefragt, ob alle bisher 39 Geschäftsstellen erhalten bleiben, holt Dommes tief Luft. „Ich schließe nicht aus, dass es in ein bis zwei Jahren Schließungen gibt“, sagt er schließlich. In Eiringhausen, Garbeck und Affeln seien Filialen beispielsweise sehr nah an anderen gelegen. 

Im kommenden Dreivierteljahr werde eine Marktanalyse durchgeführt. „Wir nehmen aber auch Rücksicht auf unsere älteren Kunden“, fügt Dommes noch hinzu.

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