Volker Listringhaus wird Ehrenvorsitzender

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Vorsitzende Claudia Kaluza ernannte ihren Parteikollegen Volker Listringhaus zum Ehrenvorsitzenden. ▪

NEUENRADE ▪ 17 Tagesordnungspunkte in einer guten Stunde. Zügig brachte die FDP ihren Ortsparteitag am Mittwochabend im Restaurant Zur Eule über die Bühne. Doch nicht nur damit waren die zwölf Anwesenden offenbar zufrieden. So wählten sie ihre Vorsitzende Claudia Kaluza und ihr Team auch einhellig erneut ins Amt.

Kaluza ihrerseits nutzte die Versammlung um ihren langjährigen Weggefährten Volker Listringhaus zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Der Geehrte bekam nicht nur eine Urkunde sowie einen Blumenstrauß sondern auch eine Urkunde, die unterzeichnet ist vom Landesvorsitzenden Andreas Pinkwart und vom Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Zudem erhielt er die „Theodor-Ehrenmedaille für besondere Verdienste“.

Listringhaus trat der FDP am 1. Mai 1975 bei. Bereits zwei Jahre zuvor wurde er als sachkundiger Bürger aktiv im Sportausschuss der Gemeinde. Ab 1979 gehörte er dem Rat Neuenrades an. Von 1985 bis zur jüngsten Kommunalwahl stand er der FDP-Ratsfraktion vor. Außerdem war er tätig für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und in der Kaisergarten GmbH. Kaluza lobte ihn: „Du hast immer sachlich argumentiert.“

Keine guten Worte hatte die Ortsvorsitzende für die FDP-Bundespolitiker: „Zur Zeit ist es wahrlich nicht leicht, Wahlkampf zu machen. Es wäre viel einfacher, wenn wir nicht tagtäglich eine neue Hiobsbotschaft von oben erhalten würden. Für die Zukunft wünschen wir uns von unseren FPD-Ministern, dass sie mit bestimmten Themen sensibler umgehen.“

Zur Lokalpolitik sagte sie, dass alle Sparbemühungen Neuenrades zum Scheitern verurteilt seien, da die Gemeinde die Wohnkosten von Beziehern des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV) übernehmen müssten. Zudem seien die Gewerbesteuereinnahmen durch die Wirtschaftskrise eingebrochen. Dazu kämen gestiegene Personalkosten sowie die erhöhte Kreisumlage: „Neuenrade ist nur noch bedingt handlungsfähig.“

Dadurch bestehe die Gefahr, dass das Bürgerengagement zerstört werde. Selbst wenn Neuenrade sämtliche sogenannten freiwilligen Leistungen einstelle, wären die Einsparungen gerade einmal so hoch wie zehn Prozent des Haushaltsdefizites.

Beim Bericht des Schatzmeisters konstatierte Wolfgang Schröder aufgrund von drei Wahlkämpfen in den vergangenen zwölf Monaten: „Wir mussten an unsere Substanz gehen.“

Gleichwohl sieht der Terminplan der örtlichen Freidemokraten bereits am 21. April den nächsten Höhepunkt vor: Dann spricht der hiesige Landtagskandidat Markus Sälzer, stellvertretender Bürgermeister in Menden, ab 19.30 Uhr im Kaisergarten. Am 7. Juni folgt ihm Saskia Sattler, die im Märkischen Kreis Vorsitzende der Julis (Junge Liberale) ist.

Noch nicht näher terminiert sind zwei Podiumsdiskussionen in der Veranstaltungsreihe „Aktuelle Runde“ zu den Themen Verbundschule und Patientenverfügung. Im Mai oder Juni steht schließlich eine Fahrt zum Landtag und zum Düsseldorfer WDR-Studio an. ▪ kol

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