Neue Stände auf dem Wochenmarkt

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„Kartoffelmann“ Hans-Joachim Redix bietet nun in einem Wagen auch zwei Sorten frischer Reibeplätzchen an.

NEUENRADE - Klein, aber fein – so ließe sich der Neuenrader Wochenmarkt kurz beschreiben. In den vergangenen Wochen hat sich das Angebot noch vergrößert, neben den bekannten regionalen Produkten, gibt es auch Deko- und Kurzwaren.

Von Laila Weiland

Im Zwei-Wochen-Rhythmus ist nun auch ein Stand mit Socken und Pfannen auf dem Neuenrader Markt am Bürgermeister-Schmerbeck-Platz zu finden – angeboten werden Waren, die in Fernsehsendungen angepriesen werden. Ab März, wenn es wieder wärmer wird, kommt auch noch ein Stand mit Kurzwaren hinzu, der zum Beispiel Uhren, Knöpfe und Batterien anbietet.

Regelmäßiger Gast ist nun Karl Oppermann aus Plettenberg. Der erfahrene Händler ist seit 1978 auf Märkten in Deutschland, Belgien und Luxemburg unterwegs und bietet Dekoartikel und Grußkarten für jeden Anlass an. Nicht nur Klassiker wie Geburtstage oder Beileidsbekundungen, sondern auch Glückwünsche zu Diplomen, Doktortiteln oder zum Richtfest rückt Oppermann ins rechte Licht. Selbst zur Scheidung gibt es die passende Karte: „Ich habe momentan drei Karten zum Sonderpreis, da könnte man dann die Verlobung, Hochzeit und auch die Scheidung beglückwünschen“, sagt der Händler lachend.

Etwas Neues hat auch „Kartoffelmann“ Hans-Joachim Redix aus Holzwickede im Angebot: Frische Reibeplätzchen. Neben seinem Stand, an dem er zur Zeit neun, sonst bis zu 17 Kartoffelsorten aus eigenem Anbau sowie Zwiebeln, Senf und verschiedene Sorten Eier anbietet, steht seit einigen Wochen noch ein zweiter kleiner Wagen, der den Platz mit verlockendem Duft erfüllt. In einer großen Pfanne brutzeln goldgelbe Reibeplätzchen – gleich in zwei Sorten: Entweder klassisch und „pur“ oder auch verfeinert mit Speck und Zwiebeln.

Der größte Stand auf dem Neuenrader Markt gehört Obst- und Gemüsehändler Münür Yildiz aus Lüdenscheid. Mehr als 200 Artikel führt er, darunter auch einige Spezialitäten. „Ich habe immer ausgewählte Sachen dabei, die man im normalen Geschäft nicht bekommt“, so der Händler. Seine Waren bezieht er von Bauern aus Deutschland, Spanien und der Türkei – die er auch alle kennt und weiß, wie sie anbauen. Weitere Vorteile am Marktstand: Ausgefallene Sorten können jederzeit bestellt werden und die Menge kann angepasst, bei Bedarf auch mal nur ein halber Kohlkopf gekauft werden.

Die längste Anreise hat Bäckermeister Michael Rittmeier aus Schmallenberg. Seine Brote, Brötchen und Kuchen bereitet er morgens frisch zu. Auch Kaffee und frische Waffeln können die Marktbesucher an seinem Stand bekommen. Am Fischstand Brinker nebenan lockt derweil eisgekühlte Frische aus dem Meer. Metzger Hans Werner Ulrich aus Allendorf bietet Fleischwaren aus eigener Herstellung an. Das Vieh kommt aus der Region und die Waren sind frei von Geschmacksverstärkern. Auch Wildprodukte bietet er an – dafür geht er selbst auf die Jagd. „Der Schinken hier ist einmalig“, sagt ein Kunde. Und das Beste daran: Alles darf auch probiert werden.

Seit dreieinhalb Jahren gibt es den Markt in der Neuenrader Altstadt. „Er muss ständig wachsen“, weiß Marktleiter und Wirtschaftsbeauftragter der Stadt Heinz Vogel. „Die Händler sprechen sich untereinander an und so kommen immer wieder neue dazu.“ Mit der Zeit habe jeder seine eigene Stammkunschaft aufgebaut: „Es sind immer Leute da.“

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