Vielseitiges Konzert in St. Mariä zum Advent-Auftakt

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Für ihr „Feliz Navidad“ setzten die Sängerinnen und Sänger des Shalomchores schon mal die Weihnachtsmützen auf.

Neuenrade - Ein vielseitiges Konzert zum Andvent-Auftakt gab es am Sonntag in St. Mariä.

War nicht gerade noch Sommer? Hofften wir nicht auf letzte warme Spätsommertage? Zugegeben: Irgendwie herrschte herbstliches Extremgrau in den vergangenen Wochen, und wir hätten den Ernst der Lage ahnen können: „Stimmen im Advent erklingen“, sang der Shalomchor zu Beginn eines großen Adventskonzerts, das sein Motto aus diesem Lied zog.

„Lichterzeit-Freudenzeit“, verkündete der Chor eines der besten Hausrezepte gegen die dunkle Jahreszeit und blickte auf das Ende der Zeit vor der Ankunft des Herrn der Christenheit: „Menschenkind im Stall geboren“ und „In der Nacht von Bethlehem“.

Shalom-Chorleiter Rolf Bürgermeister bescherte den Besuchern Orgel-Improvisationen über einen Choral, der dem Neugeborenen schon beträchtliche Aufgaben antrug: „O Heiland, reiß die Himmel auf!“ Nicht weniger als weitere zwei Chöre und den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Plettenberg hatte der Shalomchor für das Konzert gewinnen können, wobei das Blasorchester aus der Nachbarstadt mit seinem Dirigenten Michael Hammecke zum ersten Mal zu Gast in Neuenrade war: Mit dem traditionellen Adventslied „Transeamus usque Bethlehem“, „Lasst uns nach Bethlehem wandern“, und „Tochter Zion, freue dich, singe laut, Jerusalem!“ wandelten die Instrumentalklänge auf vertrautem Terrain.

Das Programm fasste „Tochter Zion“ präziser als „Paraphrase“ über Georg Friedrich Händels Siegeschor aus dem Oratorium „Judas Maccabäus“. Der von Ingeborg Müller geleitete Evangelische Frauenchor Neuenrade nahm die Botschaft auf, verkündete „Der Heiland ist geboren“, „Singet, preiset und lobt den Herren“ und schloss mit dem schönen Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“.

Der Männerchor „VokalArt“ aus Menden, dessen Name bereits etwas komplexere musikalische Arrangements andeutete, erfreute das Publikum unter der Leitung von Klaus Levermann mit eingängiger Kirchenmusik der Gegenwart aus der Feder des 1972 geborenen polnischen Komponisten Piotr Jánczak. „Sanctus“ und „Kyrie“ pflegten die schöne Tradition des lateinischen Kirchengesangs, bevor auch diese Gäste sich auf den Weg zum heiligen englischen Stall, unten am Fluss, machten und die stille Zeit vor dem großen Jubel anriefen.

Josef Brockhagen vom Shalomchor trug in seinem Besinnungswort die vielen Bindestrich-Wörter vor, die den Advent fesseln und stöhnte: „Von wegen ruhige und besinnliche Zeit!“ Für ihr „Feliz Navidad“ setzten die Sängerinnen und Sänger des Shalomchores dennoch schon mal die Weihnachtsmützen auf. Als vierter Chor kamen schließlich die Besucher zum Zuge, die die Gemeindelieder „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und das glücklicherweise unvermeidliche „Macht hoch die Tür“ mitsingen durften.

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