Viele Einsätze einer hoch motivierten Gemeinschaft

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Bürgermeister Antonius Wiesemann überreichte Ehrenabzeichen an langjährige und verdiente Feuerwehrmitglieder.

Neuenrade - Die aktuelle Verfassung der Neuenrader Feuerwehr, die neue Landesverordnung und die Förderung des Feuerwehrnachwuchses waren Themen bei der Jahresdienstbesprechung der gesamten Freiwilligen Feuerwehr Neuenrade am Samstagabend im Feuerwehrgerätehaus.

Bestens besucht war die Veranstaltung. Auch Gäste waren dabei: Bürgermeister Antonius Wiesemann und der angehende Kreisbrandmeister Michael Kling. Stadtbrandinspektor Karsten Runte hielt seinen Jahresbericht. Thema: „Wie steht es um unsere Feuerwehr und was ist die Feuerwehr heute“. Gerade in den vergangenen Jahren habe sich viel verändert. Trotz dieser Veränderungen sei er stolz, eine starke Einsatztruppe hinter sich zu haben. Aber: Ohne eine gute Ausrüstung und Ausbildung wäre die Wehr auch nicht so einsatzbereit, sagte Runte.

Dass die Feuerwehr Neuenrade in Sachen Ausrüstung gut bestückt ist, dafür bedankte sich Runte bei der Verwaltung und dem Rat der Stadt. Zudem betonte der Stadtbrandinspektor: „Die Ausbildung unserer Männer und Frauen liegt in unserer Hand. „Setzen wir alles daran, dass wir eine Gemeinschaft mit hohem und guten Ausbildungsstand bleiben“. Die vielfältigen Aufgaben in der freiwilligen Feuerwehr ließen sich nur mit einer hoch motivierten Gemeinschaft lösen.

Dass die Stadt Neuenrade eine starke Einsatztruppe hat, zeigen die Mitgliederzahlen in 2017. So sind 110 Mitglieder in der in der Einsatzabteilung der Feuerwehr Neuenrade, davon 49 Aktive im Löschzug 1, in der Löschgruppe Küntrop sind es 26 Aktive und in der Löschgruppe Affeln 35 Aktive. Vier Jugendliche (17 Jahre) aus der Jugendfeuerwehr versehen zurzeit ihr Praktikum bei den Einsatzeinheiten.

Auch was die Nachwuchsarbeit anbelangt kann sich die Neuenrader Feuerwehr sehen lassen: In der Jugendfeuerwehr sind 30 Jugendliche, davon fünf Mädchen und 25 Jungen im Alter von zehn bis 17 Jahren, aktiv.

Enorm ist die Zahl der Einsätze, welche die Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet ableistet: Im laufenden Jahr sind es bisher 353 Einsätze, davon 112 Feuerwehreinsätze und 241 First Responder Einsätze. Seit Ende Mai gibt es eine neue Landesverordnung Freiwillige Feuerwehr (VOFF). Die erläuterte der Stadtbrandinspektor: Ziel ist es demnach die Feuerwehren für weitere Personenkreise zu öffnen, die Position der Feuerwehrleiter zu stärken. Klare Strukturen innerhalb der Feuerwehr soll es geben, Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung und -bindung, zudem soll der Dienst mit allen Lebensphasen vereinbar sein.

Auch Jugendfeuerwehrwart Kevin Vogel berichtete. So hatten die neun Ausbilder in diesem Jahr bisher 32 Übungsdienste abgehalten. Unter anderem haben 16 Jugendliche an der Prüfung „Jugendflamme 1“ teilgenommen und bestanden. Beim Martini Markt verkauften die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Lose für Ihre Tombola. Stolz ist der Jugendfeuerwehrwart über den gesponserten Anhänger der E-Holding.

 Er bedankte sich auch für die weiteren Sponsoren für dieses Fahrzeug: Bei IBG, Fahrzeugbau Hering, der Volksbank und Plan Fabry. Dass die heimische Unternehmerschaft die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr unterstütze, zeige auch, dass die Firma Klinke Räume in der Nähe des Feuerwehrhauses für die Jugendfeuerwehr anmietete und die Miete für fünf Jahre bezahlte. In 2018 wird die Jugendfeuerwehr Neuenrade dabei sein, wenn sich die Kreisjugendfeuerwehr im Zeltlager auf Hof Biggen in Attendorn trifft.

 Geehrt wurden langjährige Mitglieder. So erhielt für 25-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr das Feuerwehrehrenzeichen in Silber Alfons Gründebaum, Löschgruppe Küntrop. Für 35-jährige Mitgliedschaft erhielten Andreas Bültmann (LG Küntrop), Dietmar Erlhage und Karsten Runte (Löschzug Neuenrade), das Feuerwehrehrenzeichen in Gold.

Von Günter Cordes

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