Viel Witz und Eigenironie

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Bastian Bielendorfer beschreibt mit jeder Menge Witz und Eigenironie sein oft nicht ganz so leichtes Leben als Lehrerkind. ▪

NEUENRADE ▪ „Meine Kindheit war durch so viele Abstrusitäten geprägt, dass ich einfach ein Buch schreiben musste“, nennt Bastian Bielendorfer den Grund, weshalb er damit begann, Kurzgeschichten niederzuschreiben und in einem 303-seitigen Buch zusammen zu fassen. Damit erfüllte sich der 27-Jährige einen lang gehegten Herzenswunsch.

70 000 Exemplare von „Lehrerkind - lebenslänglich Pausenhof“ hat der Jung-Schriftsteller mittlerweile unters Volk gebracht. „Und ich möchte gerne noch andere Bücher verkaufen, solange mein Traum anhält. Jeder, der eine Affinität zum Schreibe hat, träumt davon, ein Buch herauszubringen“, ist er überzeugt. Ihm ist es geglückt.

Bastian Bielendorfer bietet in seinem ersten Buch einen kleinen Einblick in das Leben eines Lehrerkindes - seine Eltern unterrichten an den Schulen, die der Jungautor einst besuchte. Erst war er Schüler an der Grundschule seiner Mutter, später traf er täglich auf dem Gymnasium mit seinem Vater zusammen. Unsportlich, dicklich, verpickelt - beim Lesen so mancher Episode will wohl keiner mit Bastian Bielendorfer tauschen. Als Lehrerkind hat man es eben nicht immer leicht im Leben - welchen Herausforderungen sich Bastian Bielendorfer ausgesetzt sah, davon konnten sich die Zuhörer während einer Autorenlesung in der Villa am Wall ein Bild machen.

Mit viel Witz und Eigenironie beschreibt der 27-Jährige sein Leben von Klein auf. Oft werde er gefragt, wie viel davon erfunden sei. Doch: „Das ist tatsächlich so geschehen“, muss er einräumen. Und dennoch: „Ich habe kein Lehrerhassbuch geschrieben“, sagt Bastian Bielendorfer. „Meine Eltern sind eben wie sie sind.“ Währen der Lesung versicherte er dem Publikum: „Ich spreche auch noch mit meinen Eltern.“ Sie fänden sein Buch sogar gut „und haben es natürlich Korrektur gelesen“.

In seinen kleinen Anekdoten beschreibt Bastian Bielendorfer aber auch verschiedene Lehrertypen, wie beispielsweise den Sport- und Lateinlehrer. Die gängig bekannten Charaktereigenschaften beschreibt er zwar mit bitterlicher Genauigkeit, und dennoch wirken diese Spitzen keinesfalls bösartig. Vor dem Lehrerberuf hat er Respekt. „Ein guter Pädagoge zu sein, ist schwer.“ ▪ sr

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