Viel Kultur und preiswert

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Monika Arens präsentiert das komplette Kulturprogramm der Stadt für die neue Saison 2018/2019. Kabarett, Komödie oder Comedian passen sicherlich zum Motto „Lieben, lachen, leben“.

Neuenrade - Was Monika Arens und Co für die neue Kultursaison 2018/2019 der Stadt Neuenrade auf die Beine gestellt haben, ist eine Mischung, die nicht jede Stadt ohne weiteres präsentieren kann:

 Professionelles Theater zum Amüsieren und Nachdenken, prominent besetzt mit Künstlern wie Heiner Lauterbach oder Renan Demirkan, Aufführungen heimischer Chöre oder aus den Niederlanden, Kabarett aus Dresden, nichtalltägliche Musik in der Villa am Wall, wieder eine Vorpremiere mit Hennes Bender im Kulturschuppen, der dort quasi seinen 50. Geburtstag feiert und sein neues Programm ausprobiert. Einen besonderen Knaller gibt es für Kinder im Kaisergarten: Feuerwehrmann Sam rettet den Zirkus, heißt diese Bühnenshow (Mai 2019) mit Musik, Tanz und Humor.

 53 000 Euro beträgt das Kultur-Budget von Monika Arens. Und damit gilt es hauszuhalten. Seit Jahren ist diese Summe nicht erhöht worden, gelegentlich werden die Eintrittspreise angehoben, um die gestiegenen Kosten wenigstens ein bisschen abzufedern. Damit muss Arens schwer jonglieren, um das Angebot für die Neuenrader – und nicht nur die – halten zu können.

Die Liste der Posten, allein um das Organisatorische abzudecken, ist lang. Das reicht von der Saalmiete über Brandsicherheitswache, Plakatverteilung, Catering, Gema, Tantiemen und Blumensträußen bis hin zu den Kosten der Bühnenbauer. Letztere muss Arens engagieren, weil Personal des Bauhofes, das hier früher einmal geholfen hat, nicht mehr einspringen kann. Auch die Bühnenanweisungen der Künstler sind manchmal nicht ohne. So ist es für die Kulturabteilung – die ja quasi Monika Arens ist – eine stetige Jonglage zwischen Programm und Budget. Dafür kommen aber auch Amateure mit Anspruch und Top-Leistung zum Zuge oder eben Kultur, die nicht unbedingt mainstream ist.

Dabei gibt es jede Menge Sponsoring für Kultur. Da fließt nicht wenig Geld aus der heimischen Unternehmerlandschaft und es wird nicht immer an die große Glocke gehängt.

Ohne Spenden geht es nicht

Manch ein Kulturprogrammpunkt hätte es wohl ohne besondere Spenden – allerdings auch mit konkreten Wünschen verbunden – nicht gegeben. „Wir sind auf Sponsoren angewiesen“, sagt Arens. Unterstützt wird sie dabei von Kommunalpolitiker Josef Brockhagen, der fleißig unterwegs ist und Spenden sammelt. So gibt es eben doch noch die eine oder andere Veranstaltung, die sich die Stadt sonst nicht leisten könnte.

„Lieben, lachen, leben“ ist das Veranstaltungsprogramm im Rahmen des Abonnements überschreiben. Los geht es mit Lachkoma. Das Dresdner Kabarett-Theater Die Herkuleskeule wird dann am Sonntag, 7. Oktober, ab 17 Uhr sein Programm präsentieren. Auch Rainer Bursche, bekannt vom Dresdner Boulevardtheater wird dann noch einmal zu sehen sein.

Einen Monat später, am Samstag, 10. November, 19.30 Uhr, wird im Kaisergarten die Komödie „Alles über Liebe“ gezeigt. Renan Demirkan, Tanja Schumann und Giovanni Arvaneh erzählen die Geschichte von Anna und Carlos, die sich in eine Paartherapie begeben. „Ein total erfolgreiches Stück. Das ist Unterhaltung mit Tiefgang“, sagt Monika Arens.

Den kulturellen Abschluss des Jahres 2018 bildet das schon traditionelle Weihnachtskonzert. Mit den Bläserensemble HeidBrass des Musikvereins Heid, mit der Liedertafel Neuenrade, mit Southland Voices und dem Shalomchor Neuenrade wird gut gemachte Chormusik präsentiert, die sicher dem einen oder anderen Gänsehaut bereiten wird. Das wird die perfekte Einstimmung aufs Weihnachtsfest.

 Mit Chormusik geht es Ende Januar 2019 weiter. Am Samstag, 26. Januar, gibt es um 17 Uhr ein Konzert mit dem Dinxperloer Chor Vision und dem Vokalensemble Die Tonträger aus Neuenrade. Es ist quasi ein gemeinsames Musikprojekt mit der holländischen Partnerstadt Dinxperlo. Die positive und lebensfrohe Einstellung der Niederländer werde sicher auf der Bühne vermittelt. Vision und Die Tonträger präsentieren bekannte Melodien.

Heiner Lauterbach und Dominique Lorenz werden am Freitag, 8. März, in einer Komödie von Bernard Slade zu sehen sein. „Jahre später, gleiche Zeit“. Dabei handelt es sich um eine Fortsetzung des Theaterknallers „Nächstes Jahr, gleiche Zeit“, der weltweit ein Hit war und in dem eben schon diese beiden Schauspieler gespielt haben. Dabei geht es um ein Pärchen, das sich ineinander verliebt und das sich jedes Jahr zur gleichen Zeit im selben Hotel trifft, ohne zwischenzeitlich Kontakt zu haben. Und nun spielt das neue Stück eben 25 Jahre später.

Für Sonntag, 28. April, ist im Kaisergarten dann das Konzert „Rejoice! - Jubelt“ mit dem Lüdenscheider Gospelchor Ricecorn geplant. Das Konzert bildet den Abschluss der Kultursaison. Ricecorn hat nicht nur unter den Neuenradern jede Menge Fans. Die Truppe begeisterte schon vor zwei Jahren mit einem glanzvollen und professionellen Auftritt im Kaisergarten.

Wer ein Kulturabo für diese sechs Veranstaltungen ergattert, genießt Privilegien: So können sich Abonnenten Sitzplätze vorne (soweit nicht schon an andere Abonnenten vergeben) aussuchen und behalten diesen Platz auch für die Dauer des Abos. Zudem ist es günstig zu haben. Es kostet 65 Euro/ermäßigt für 43 Euro. Die Abos und Einzelkarten gibt es an der Bürgerrezeption des Rathauses. Dort kann sich der Abonnent auch den Platz aussuchen. Natürlich können die jeweiligen Veranstaltungen auch einzeln gebucht werden, sind dann aber deutlich teuer und kosten dann 14 oder ermäßigt 10 Euro. Neu ist, dass die Tageskarten/Einzelkarten nun auch mit festen Plätzen verkauft werden. Das heißt, dass diejenigen, die zuerst Karten erwerben, auch die besten Plätze im Tageskartenbereich erhalten.

 

Es gibt noch einen anderen Veranstalter in Neuenrade – mit besonderem Programm: Der Verein Kultur-Fluter, der seine Location auf dem Kulturhof Schulte in Küntrop hat. Dort werden Musik-Events wie May Perlorama oder das inzwischen legendäre Rumot Tripot Festival veranstaltet. Die Kulturfluter weiten ihre Aktivitäten aus. Demnächst, am 9. Juni, zum Beispiel mit einem speziellen spanischen Musik-Abend.

Von Peter von der Beck

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