Viel Interesse an Neuenrader Weinberg

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Bis der erste Neuenrader Wein gekeltert werden kann, wird es wohl noch ein Jahr dauern.

Neuenrade - Um einen stattlichen Weinberg zu besichtigen, muss man nicht an die Mosel oder nach Franken reisen. Der herrlich Richtung Süden ausgerichtete Neuenrader Weinberg, klein aber fein, ist ebenfalls einen Besuch wert.

 Davon haben sich am Sonntag etliche Interessierte im Rahmen des Tags der Offenen Gärten im Ruhrbogen überzeugt. Dabei sahen sich die Neuenrader Hobby-Winzer durchaus mit Fachfragen konfrontiert. Vom Beschnitt bis zum Keltern reichte das Spektrum der Fragen. Ob der rote Regent im Sauerland gut aufgehoben sei, oder doch eher der Weiße verwertbaren Ertrag bringe? Eine These philosophischer Natur.

Für die 13 Neuenrader Weinbauern zählt indes nicht die Masse, ihr Gewinn liegt vielmehr im gemeinsamen Beschreiten des Weges als im Erreichen eines Zieles. Natürlich wollen auch Daniel Wingen und seine Mitstreiter irgendwann einmal eigenen Wein mit Blick auf die Hönnestadt genießen, zeitlicher Druck ist dem Kollektiv gänzlich fremd. Die Winzer hatten insgeheim gehofft, schon in diesem Jahr die ersten Reben in einen edlen Tropfen verwandeln zu können – es wird aber wohl doch eher noch ein Jahr vergehen, bis Neuenrader Traubensaft gekeltert wird.

Die Besucher des Weinbergs wirkten neugierig. Manche wollten nur wissen, wie weit das außergewöhnliche Vorhaben gediehen ist. Manche reisten ganz gezielt an, spielen selbst mit dem Gedanken des Weinanbaus und möchten von den Erfahrungen der Gesellschaft profitieren. Wie dem auch sei, den Reisenden in Sachen Offene Gärten schien die Visite des Neuenrader Südhangs gefallen zu haben. „Ein schönes Fleckchen Erde“, meinte viele übereinstimmend.

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