MVZN in Neuenrade: Der Standort steht fest

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Der neue MVZN-Standort befindet sich Hinterm Wall. Dort baut die VR Südwestment ein Mehrgenerationenquartier.

Neuenrade – Einstimmig hat der Verwaltungsrat des Medizinische Versorgungszentrum Neuenrade (MVZN) am Dienstag den neuen Standort festgelegt: Das MVZN soll Hinterm Wall in das Quartier integriert werden, das die VR Südwestment GmbH & Co. KG dort errichtet.

Zu Beginn der Sitzung im Kaisergarten erklärte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Bürgermeister Antonius Wiesemann: „Es geht einzig und allein darum, das Beste für die Bürgerinnen und Bürger herauszuholen.“ 

Am 3. Juni seien im Rathaus Gespräche mit beiden Investoren geführt worden, anschließend sei es zu „massiven Einflussnahmen“ gekommen. „Dabei ging es um einzelne, private Interessen. Das hat uns persönlich sehr beeindruckt“, kritisierte Wiesemann. Er appellierte an alle Verwaltungsratmitglieder: „Bitte lassen sie uns eine vernünftige Sachentscheidung treffen.“

Michael Beringhoff, der ärztliche Leiter des MVZN, hatte im Vorfeld mit den Investoren Gespräche geführt. „Beide können unsere Vorgaben erfüllen und haben zugesichert, uns zu unterstützen“, sagte der Mediziner. Er betonte: „Über den Standort entscheidet die Politik.“ 

Welche Entscheidung die Christdemokraten getroffen hatten, erklärte der Fraktionsvorsitzende Mark Hantelmann. Die Förderung der Altstadt sei der CDU sehr wichtig, unterstrich er mit Blick auf den Bereich Hinter der Stadt. „Wir sind aber zu dem Schluss gekommen, dass sich Hinterm Wall der optimale Standort befindet“, erklärte Hantelmann. Dieser sehr zentrale Bereich sei für die Bürgerinnen und Bürger die bessere Wahl. 

Dem konnte Bernhard Peters, Fraktionsvorsitzender der FWG, nur zustimmen: eine Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten und das Rathaus befänden sich in unmittelbarer Nähe des neuen MVZN-Standortes Hinterm Wall. 

SPD-Chef Thomas Wette zeigte sich verwundert: „Es liegen weder ein Raumkonzept noch andere Unterlagen vor.“ Wiesemann erinnerte daran, dass der Verwaltungsrat den ärztlichen Leiter gebeten habe, den Bedarf festzulegen. „Es hat keinen Sinn, wenn wir im Verwaltungsrat über Größen sprechen.“ Auf die Frage, ob sich die Preise für beide Objekte ähneln würden, verwies der Verwaltungsratvorsitzende auf den nicht-öffentlichen Teil – und antwortete: „Die Rahmenbedingungen sind fast gleich.“ Daraufhin sprach sich auch Wette für den Standort Hinterm Wall aus. 

Nach der Abstimmung meldete sich Grünen-Sprecher Ulrich Naumann im Rahmen der Einwohnerfragestunde zu Wort: „Könnte es nicht eventuell negativ sein alles Hinterm Wall anzusiedeln?“ Antonius Wiesemann versicherte ihm: „Wir haben schon gut abgewogen.“ Unter anderem sei die Nähe zur Apotheke ein Argument für den Standort Hinterm Wall. Michael Beringhoff ergänzte, dass es aufgrund der rechtlichen Vorgaben momentan nicht möglich sei, eine Filial-Apotheke der Gertruden-Apotheke Hinter der Stadt anzusiedeln. „Auch das haben wir geprüft.“

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