Verwaltung rechnet mit wenigen Förderschülern

NEUENRADE ▪ Mittelfristig rechnet die Neuenrader Schulverwaltung nur noch mit wenigen Förderschülern, welche eine auswärtige Förderschule besuchen müssen. Gleichwohl gilt es für die Neuenrader Kommunalpolitiker, bei der nächsten Ratssitzung eine Übergangsregelung abzusegnen und Entscheidungen über einen Vertrag mit der Stadt Plettenberg zu treffen.

Zum Hintergrund: Weil die Förderschule der Stadt Werdohl zum Ende des Schuljahres 2010/2011 aufgelöst werden sollte (wir berichteten) mussten sich die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Neuenrade für ihre Schüler auf die Suche nach einer neuen Förderschule begeben. Die Neuenrader hatten verschiedenste Standorte begutachtet, hatten sich in Altena, Menden und auch Plettenberg umgeschaut, um sich über das jeweilige Konzept zu informieren. Dann änderte sich die Situation: Die Werdohler Förderschule wird noch nicht geschlossen, sondern bleibt zunächst als Dependance der Plettenberger Förderschule für die beiden kommenden Schuljahre erhalten. Denn die Plettenberger Schule könne nicht – so heißt es in der Vorlage – drei volle Klassen aufnehmen.

Jetzt können die Schüler dieser Klassen, darunter 20 Neuenrader Kinder – ihre Schulzeit in Werdohl in Ruhe beenden. Die Räte von Werdohl und Plettenberg stimmten dieser Lösung zu.

Die Neuenrader Verwaltung muss nun mit der Stadt Plettenberg als Schulträger eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung wegen der künftigen Aufnahme der Neuenrader Förderschüler schließen, die Vereinbarung mit Werdohl war bereits gekündigt worden. Durch die öffentlich-rechtliche Vereinbarung übernimmt die Stadt Plettenberg quasi die gesetzliche Aufgabe der Stadt Neuenrade, eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt lernen zu errichten. Der Vorteil für die aktuell betroffenen Neuenrader Schüler liegt auf der Hand: Die 20 Schülerinnen und Schüler können wohnortnah ihre Schulzeit in Werdohl beenden.

Und die künftigen Schüler? Dazu heißt es in der Verwaltungsvorlage, dass der so genannte Gemeinsame Unterricht (GU) verstärkt in Neuenrade an den Grundschulen wahrgenommen werde. Daher sei aktuell nur ein Neuenrader Förderschüler im Grundschulalter.

Die Verwaltung prognostiziert, dass in den nächsten Jahren deshalb und wegen der demographischen Entwicklung die Zahl der Förderschüler noch weiter zurück gehen werde.

Wie dem auch sei: Unter dem Strich ist man seitens der Verwaltung und wohl auch seitens der Eltern froh über diese Lösung. Monika Arens von der Schulverwaltung sagte, dass allein die Fahrtzeit der Schüler nach Plettenberg eineinhalb Stunden betragen hätte. Beim nächsten Schul- und Sportausschuss am Donnerstag soll die Beschlussempfehlung der Verwaltung abgesegnet werden. ▪ vdB

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