Kein Gen-Mais

In Küntrop wächst auch „Grizzly-Mais“

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In einem Feld bei Küntrop können sich interessierte Bauern anschauen wie denn der spezielle Mais steht.

Neuenrade/Küntrop - Sie heißen Grizzly, Oberst oder Vitally und finden sich in Küntrop. Dabei handelt es sich um Maissorten, die auf einem Versuchsfeld Ausgangs Küntrop in Richtung Blintrop stehen.

Das Feld wird vom Thanshof – von Landwirt Wilhelm Klüter bewirtschaftet.

Eurocorn heißt das Unternehmen, das hier sozusagen die Ergebnisse seines speziellen Saatgutes präsentiert. Bei dem Mais handelt es sich um Futtermais oder um Mais für Biogasanlagen.

Bauer Wilhelm Klüter sagte dazu: „Das Feld dient als Anschauungsobjekt“. Wer sehen will, wie sich die einzelnen Maissorten unter den klimatischen Bedingungen des Sauerlandes entwickelt haben, der könne sich das hier anschauen. „Der Bauer kann sehen wie der Mais in seiner Ecke steht,“ sagte einer der Eurocorn-Verantwortlichen, Marcus Siemens, unlängst.

Grizzly heißt diese Maisorte

Indes – wer sehen möchte, wie sich Grizzly oder eben Vitally im Sauerland entwickeln, der sollte sich beeilen. Denn in diesen Tagen wird der Mais abgeerntet. Und dann müssen eben auch die Versuchsreihen dran glauben. Dass Klüter mehrere Reihen des Feldes zur Verfügung stellt, bekommt er indirekt vergütet: Er erhält das Saatgut kostenlos.

Wie der Landwirt erläuterte, seien im Sauerland eben die Wachstumszeiten kürzer als anderswo, denn es gebe hierzulande eben auch weniger Sonnenstunden. So müsse Körnermais eben auch mit weniger Reifezeit auskommen.

Die Sache mit dem Mais ist eine veritable Wissenschaft. So gibt es Sorten mit speziellen Wachstumszeiten. Auch eventuellen Wildschweinfraß kann man möglicherweise durch die Wahl der Maissorte eindämmen. „Die Wildschweine fressen nur weiche Sorten,“ sagte Marcus Siemens aus der Eurocorn-Geschäftsführung.

Bei dem speziellen Saatgut (es ist kein Gen-Mais) handelt es sich um Mais, der auf Feldern gezogen wurde, die beispielsweise in Ungarn oder Südfrankreich gelegen sind. Dabei stehen nur männliche oder weiblich Pflanzen auf einem Feld. Sie werden mit speziellen Verfahren dann miteinander gekreuzt. – es entstehen Hybriden. Mehr wollte der Geschäftsführer nicht sagen. Es gehe da schon um Geschäftsgeheimnisse.... - von Peter von der Beck

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