Versorgungszentrum: Bürgermeister von Lösung überzeugt

Bürgermeister Antonius Wiesemann (Zweiter von links) stellte das Konzept auch Minister Karl-Josef Laumann (Dritter von links) vor.

Neuenrade - Nach der heftigen Kritik des designierten Neuenrader FDP-Vorsitzenden Michael Hammer am Vorgehen der CDU und von Bürgermeister Antonius Wiesemann rund um das Projekt Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) antwortet nun das Stadtoberhaupt.

„Alle Parteien und Fraktionen gaben mir den Auftrag, mich zu kümmern. Das habe ich getan und der Politik einen Vorschlag gemacht. Ich bin überzeugt, eine gute Lösung gefunden zu haben. Diese Lösung passt in die Zukunft, hiervon konnte ich auch Minister Laumann überzeugen“, sagt Wiesemann. Endlich gebe es Licht am Horizont, aber nun werde das „für uns sehr wichtige Thema durch persönliche Empfindlichkeiten zerredet“. 

Wiesemann erinnert zudem daran, dass er seit seinem Amtsantritt 2014 an der ärztlichen Versorgung für Neuenrade arbeite, seitdem viele Gespräche mit Ärzten vor Ort, der Kassenärztlichen Vereinigung, Bürgern und den Parteien geführt habe. „Keiner hat mir für diese Stadt Lösungen angeboten“, sagt Wiesemann. Das Stadtoberhaupt verweist in diesem Zusammenhang auf das „ohne Erfolg eingestampfte“ Projekt einer Neuenrader Unternehmerin, die 2011 viel Geld in die Hand genommen habe, um Ärzte zu gewinnen; eine Info-Veranstaltung der SPD, „die sehr gut war, aber uns allen nur aufzählte, was wir schon wussten“ und den CDU-Antrag auf Vermittlungsprämie. Von vier Interessenten sei man mit einem noch im Gespräch. 

"Konzeptidee mit Pilotwirkung"

„In der letzten Ratssitzung sollte nicht, wie immer wieder fälschlich dargestellt wird, ein kommunales MVZ in Auftrag gegeben werden, sondern es ging um den Auftrag zur Beratung und zur juristischen Betreuung einer neuen Konzeptidee mit Pilotwirkung“, sagt Wiesemann weiterhin. 

Dass die Opposition mit Ausnahme der SPD nicht an der nicht-öffentlichen Ratssitzung in der vergangenen Woche teilgenommen hatte, verurteilt der Bürgermeister. „Jeder kann anderer Meinung sein, aber sich zu informieren als gewählter Bürgervertreter ist wohl Pflicht. Hätten alle, auch der noch nicht gewählte neue FDP-Vorsitzende, diese Möglichkeit in der Sitzung oder auch vorher bei mir persönlich genutzt, wären sie auch richtig informiert gewesen“, sagt Wiesemann. Zudem habe er im Vorfeld alle Fraktionen und Parteien in persönlichen Gesprächen unterrichtet. 

Standort: Flexibel und veränderbar

Wenn ein kommunales MVZ an den Start gehe, so werde es eine Keimzelle sein, eine Gründung mit zwei Ärzten. „Auch andere Ärzte können sich beteiligen. Der Standort wird veränderbar und flexibel sein, wichtig ist nur, dass wir am 1. Januar 2020 starten können“, sagt Wiesemann, der froh ist, dass sich Michael Beringhoff als ärztlicher Leiter dieses Zentrums engagieren möchte: „Alle Ärzte haben die Möglichkeit zu jeder Zeit hier mitzumachen, doch bisher ist nur dieser Mediziner bereit, zu helfen.“

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