Verkaufsoffener Sonntag ohne Verdi-Klage: Besucher und Einzelhändler profitieren

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Jens Hilgert und Peter Staubauch freuen sich, dass der verkaufsoffene sonntag stattfinden konnte.

Neuenrade – Fröhliche Gesichter bei Kunden und Händlern: Verdi hat nicht geklagt, der verkaufsoffene Sonntag fand statt. Bis Samstagmittag zitterten die Händler aber.

Jens Hilgert und Peter Staubach, die Geschäftsführer des Baumarktes Arens & Hilgert, wussten bis Samstagmittag nicht, ob es denn nun einen verkaufsoffenen Sonntag gibt oder nicht. Erst am Mittag gab es dann grünes Licht. 

Am Sonntag dann war auf dem Parkplatz vor dem Baumarkt die Hölle los: Parkplatzeinweiser mussten den vielen Besuchern den Weg weisen. Im Baumarkt war dann kaum ein Durchkommen, sämtlichen Kassen waren geöffnet. Die Einkaufswagen waren überwiegend mit Blumenerde und Frühlingsblumenpaletten gefüllt. Bei Bäcker Grote standen die Menschen Schlange, auch beim Imbiss herrschte reger Betrieb.

Verdi hatte Einvernehmen verweigert

Dabei hatte zuvor die Gewerkschaft Verdi ihr Einvernehmen verweigert, als die Stadtverwaltung für die kommenden fünf Jahre eine Satzung erließ – für den einzigen verkaufsoffenen Sonntag in Neuenrade, den es seit mehreren Jahrzehnten immer zu Gertrüdchen gibt. 

Die Gewerkschaft hatte moralische Bedenken. Der Arbeitnehmer sollte sonntags frei haben, der verkaufsoffene Sonntag sei ihrer Ansicht nach nicht nötig. Letztlich klagte Verdi nicht, die Neuenrader Einzelhändler konnten öffnen. Man habe so geplant, als ob der Markt stattfinden würde, sagte Geschäftsführer Staubach. Eine andere Möglichkeit habe man nicht gehabt. Denn organisatorisch, von Firmen-Vorführungen bis Zaubervorstellung, sei viel damit eingebunden gewesen.

Wichtiger Image-Tag

 „Für Arens & Hilgert ist dieser Tag ein wichtiger Image-Tag, der Umsatz spielt nicht so die Rolle“, betonte Staubach. Jens Hilgert ergänzte: „Es geht auch um Trends und der Frage, was sich Neues tut“. 

Ganz ähnlich denkt hier Kathrin Göbel, Inhaberin des Geschäftes Kalijan. Die Geschäftsfrau bietet an der Ersten Straße individuelle Mode, Änderungsarbeiten, kreative Geschenke und sogar Workshops an. „Ich bin froh, dass das alles stattfinden konnte“. So hätten die Leute in ihr Geschäft hineinschnuppern können. Sie habe ihr Angebot präsentieren können. Göbel ist mit ihrem Geschäft seit August am Markt.

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