Pendler müssen viel Geduld haben

Verbindungsstraße zwischen Neuenrade und Altena bleibt länger gesperrt

Nur ein aktuelles Beispiel von vielen Schlaglöchern auf dem letzten Teilstück der L698.
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Nur ein aktuelles Beispiel von vielen Schlaglöchern auf dem letzten Teilstück der L698.

Schlechte Nachrichten für alle Pendler, welche die Dahler Straße in Neuenrade Richtung Altena oder umgekehrt nutzen müssen: Die L 698 bleibt nun noch länger gesperrt. Statt der ursprünglich geplanten zehn Wochen, kommen jetzt noch einmal drei Wochen auf den Zeitplan oben drauf.

Denn, wie Untersuchungen ergeben hätten, sei der Untergrund der Straße wohl doch so marode, dass der Sanierungsaufwand entsprechend höher werde. Baubeginn ist nun auch erst am 3. Mai. Das verkündete Bauamtsleiter Marcus Henninger und bestätigte Straßenbaulastträger Straßen.NRW.

Zu Verzögerungen führte laut Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg auch ein weiterer Umstand: Die Stadtwerke Neuenrade wollen dort Kanäle verlegen – diese Bauteile seien indes nicht zu kriegen, weil es bei Betonfertigbauteilen derzeit einen Lieferengpass gebe.

Zustand des Straßenstücks wird immer schlimmer

Derweil wird der Zustand dieses rund 800 Meter langen Straßenstücks immer schlimmer. Die Winterwitterung hat für viele neue Schlaglöcher gesorgt und alte noch vertieft und verbreitert. Nicht nur Motorradfahrer sollten hier aufpassen.

Der Versorger Enervie hatte zunächst in den vergangenen Wochen, so wie es das Wetter zuließ, dort eine Mittelspannungsleitung erneuert. Es kam wegen der Ampelregelung dabei zu Verkehrsbehinderungen. Der eigentliche Ausbau der Ortsdurchfahrt inklusive Gehsteig sollte ursprünglich zeitgleich erfolgen. Der Gehweg wird dabei gut 1,50 Meter breit sein und muss an der Böschung durch einen Tiefbordstein abgefangen werden. 56 000 Euro werden für den neuen Fußweg fällig, die Kosten werden zu 50 Prozent auf die Anlieger nach dem kommunalen Abgabengesetz umgelegt.

Stadt schreibt im Auftrag von Straßen.NRW aus

Bei dem Projekt Ortsdurchfahrt ist zwar Straßen.NRW der Baulastträger, doch die Stadt schrieb im Auftrag des Landesbetriebs die Bauarbeiten aus, vergab den Auftrag und überwacht das Ganze auch. Die anfallenden Kosten werden mit Straßen.NRW abgerechnet. Bereits Mitte Februar lagen die Angebote der potenziellen Tiefbauer vor, doch es kann wegen der fehlenden Bauteile erst im Mai losgehen. Nun dauert die Vollsperrung auch noch länger. Das wirkt sich auch auf die Kosten aus: War ursprünglich mit rund 280 000 Euro für die Sanierung kalkuliert worden, so wird für das Projekt jetzt entsprechend mehr fällig. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Kosten für die Kanalarbeiten der Stadtwerke bei rund 220 000 Euro liegen.

Bereits 2014 wurde die Strecke zwischen Neuenrade und Altena/Dahle komplett unter Vollsperrung saniert, nur die Ortsdurchfahrt Neuenrade – eben das jetzt in Frage kommende Teilstück – sparte man einfach aus. Warum die Landesbehörde nun satte sechs Jahre gebraucht hat, um das Problem anzugehen, konnte der Sprecher von Straßen.NRW auf eine Nachfrage der Redaktion bereits im Februar nicht beantworten.

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