30 Besucher wollen Hatune Dogan hören

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Schwester Hatune Dogan

Neuenrade - Knapp 30 Zuhörer kamen gestern Abend in den Kulturschuppen, um Ordensschwester Hatune Dogan und ihre Ausführungen zum Islam zu hören. Es waren zum größten Teil Neuenrader und Menschen aus der näheren Umgebung, die an der Veranstaltung der Bürgerinitiative teilnahmen.

Einige zeigten sich höchst interessiert am Moscheebau, dem Islam und dem politischen Islam. Sie hatten schon an anderen Veranstaltungen zu diesen Themenbereichen in Neuenrade teilgenommen. Auch Kommunalpolitiker waren gekommen: Der Bündnisgrüne Dr. Karl Kaluza und sein Parteikollege Ralf Gäer. Bettina Griesenbruch, Sprecherin der „Bürgerinitiative_ Neuenrade – Moscheebau verhindern“ bat das Publikum um sachlichen Austausch im Rahmen der Veranstaltung, die ohne Bürgermeister Antonius Wiesemann und den Vorsitzenden des Türkisch-Islamischen Kulturvereins und Umgebung, Hamit Yilmaz, auskommen musste.

„Beide hatten nie vor, teilzunehmen“

 „Beide hatten nie vor, teilzunehmen“, behauptete Griesenbruch. Griesenbruch, die von Bürgerinitiative-Mitglied Gerhard Jorga begleitet wurde, rekapitulierte, was die BI bislang unternommen habe. Angefangen bei der Kommunikation mit dem Bürgermeister bis zur Veranstaltung mit Pax-Europa-Mitglied Michael Stürzenberger. Sie verwies auf die neue Homepage der BI und monierte den Argwohn und den Unmut der Kommunalpolitiker, die „offenbar Widerspruch von Bürgern nicht aushalten könnten“. Griesenbruch betonte, dass die Initiative auf dem Boden der freiheitlichen, demokratischen Grundordnung stehe. Mehr direkte Demokratie wurde, auch aus dem Publikum, gefordert – nach Schweizer Vorbild. 

Schwester Hatune Dogan zu Gast bei der BI "Moscheebau verhindern"

Christenverfolgung in der Türkei

Die aus der Osttürkei stammende Hatune Dogan, Bundesverdienstkreuzträgerin, Schwester des Syrische-orthodoxen Ordens aus Warburg, und Gründerin der Stiftung „Helfende Hände“, berichtete von ihrer persönlichen Erfahrung mit dem Islam im Nahen Osten. Sie erzählte von Christenverfolgung im Osten der Türkei, die sie erfahren habe. Dogan berichtete, dass sie als Kind „nicht Aramäisch sprechen durfte und misshandelt wurde“. Von kaum sagbaren Dingen erzählte sie, die sie gesehen oder gehört habe – wie Mord und Vergewaltigungen, von Greueltaten der Islamisten an Christen im kriegsgebeutelten Syrien. 

Warnung vor dem politischen Islam

Dogan warnte vor allem vor dem politischen Islam, der von Saudi-Arabien aus gesteuert und finanziert werde, um am Ende die Herrschaft in Europa zu übernehmen. In diesen Moscheen würden schon die Kinder indoktriniert. Noch hätten die Christen in Deutschland die Mehrheit, noch könne man etwas unternehmen, sagte sie. Und kritisierte Merkel und ihre Entscheidung, Flüchtlinge hineinzulassen: „2015 war der allergrößte Fehler der Welt.“ Da habe man die Türen auch für viele radikale Moslems geöffnet. Die anschließende Diskussion und etliche Statements befassten sich mit dem Grad der Ausbreitung des politischen Islam in Deutschland und in der Region, um „falsche Toleranz gegenüber dem Islam“, um Ängste, die sich um eine drohende Einschränkung der Freiheit durch den Islam drehten. Bettina Griesenbruch war am Ende zufrieden, wenn auch nicht mit der Zahl der Besucher. Doch die Anwesenden hätten friedlich und sachlich diskutiert. Der Bündnisgrüne Ralf Gäer kritisierte allerdings massiv Schwester Hatune Dogan (Bericht folgt).

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