„Vaterfigur der Sparkasse“ geht in den Ruhestand

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Kai Hagen, Vorstand der Sparkasse im MK (l.), und Dr. Andreas Hollstein, Vorsitzender des Verwaltungsrates (r.), verabschiedeten am Mittwoch ihren Vorsitzenden Robert Lützenkirchen, der in den wohl verdienten Ruhestand geht. Blumen gab es auch für Ehefrau Brigitte, die in den vielen Jahren ihrem Mann den Rücken stärkte. ▪

NEUENRADE ▪ Auch wenn er als Person nie gerne im Vordergrund stand, bei der Sitzung des Sparkassenzweckverbands am Mittwochnachmittag im Kaisergarten galt Robert Lützenkirchen noch einmal die besondere Aufmerksamkeit der Versammlung.

Zum einen, weil der Vorsitzende zum letzten Mal in seiner Berufskarriere den Jahresbericht zur Entwicklung der Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis verlas. Zum anderen, weil der bald 63-Jährige kurz vor dem Eintritt in seinen wohlverdienten Ruhestand steht und sich die Versammlungsmitglieder zwar gebührend, auf Lützenkirchens Wunsch hin aber vor allem ohne viel Aufhebens, von ihm verabschieden wollten.

Sparkassen-Vorstand Kai Hagen dankte dem Scheidenden für dessen stets offene Zusammenarbeit, mit der er ihm den Einstieg in den Vorstands-Posten leicht gemacht habe. Neben Mike Kernig komplettiert Kai Hagen ab Juli das künftig nur noch zweiköpfige Führungsgremium. Hagen verlas ein Schreiben von Dr. Rolf Gerlach, Präsident des westfälisch-lippischen Sparkassenverbands, der an die Fachkenntnisse Lützenkirchens erinnerte und darauf verwies, dass er ein gut aufgestelltes Haus hinterlasse. Weit über 40 Jahre habe sich Lützenkirchen für den Sparkassenverband engagiert – davon war er etwas über 30 Jahre beim heimischen Geldinstitut beschäftigt.

Dr. Andreas Hollstein, Vorsitzender des Verwaltungsrates, sprach von einer „Vaterfigur der Sparkasse“, die stets Verantwortung übernommen habe. „Mit Ihnen verlässt der letzte Fusionär die Führungsriege“, erinnerte Hollstein an den großen Sparkassen-Zusammenschluss im Jahr 1994, an dem auch Lützenkirchen maßgeblich beteiligt war. „Dass Sie die Sparkasse jetzt in einem Rekordjahr verlassen, gönne ich Ihnen von Herzen.“

Johannes Wortmann, Vorsitzender der Verbandsversammlung, sprach im Sinne aller Anwesenden, als er sich von Lützenkirchen mit den Worten „Sie sind für alle ein Vorbild“ verabschiedete.

Lützenkirchen selbst dankte allen, die sich während seiner Berufszeit für das Geldinstitut eingesetzt haben. Er hoffe, in den Augen seiner früheren Kollegen einen gewissen Restbuchwert verzeichnen zu können, mit dem er als Erinnerungsposten hoffentlich noch für lange Zeit in der Bilanz bleiben könne. „Auch wenn es Jahre geben wird, in denen die Ertragslage nicht die Wünsche widerspiegelt, bewahren Sie sich den Sparkassen-Gedanken“, gab Lützenkirchen seinen Zuhörern abschließend mit auf den Weg. „Es wird immer harte Arbeit sein, wenn man Erfolg haben will. Und das geht nur gemeinsam.“ ▪ sr

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