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Vandalismus: Jetzt 1500 Euro Belohnung

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Von: Peter von der Beck

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Die mit Panzerglas gesicherten Eingänge wurden teilweise per Gullydeckel demoliert.
Die mit Panzerglas gesicherten Eingänge wurden teilweise per Gullydeckel demoliert. © von der Beck

Noch immer herrscht Empörung in Neuenrade angesichts der Vandalismusschäden an städtischem und privatem Eigentum im Zuge der Silvesternacht. Hier hatte mutmaßlich eine Gruppe von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in der Zeit von 23 bis 24 Uhr Schaden in Höhe von geschätzten 40 000 Euro verursacht. Mehrere mit Panzerglas gesicherte Eingangstüren wurden demoliert, in einem Fall wurde sogar ein Gullydeckel dafür ausgehoben.

Zahlreiche Beschädigungen

Neuenrade – Zudem wurden im Seitenbereich der großen Turnhalle fast alle großen Lichteinlässe zerstört. Beschädigt wurden im Bereich des Rathauses Privatautos. Auch am Platz der Begegnung wüteten die Täter. Hier wurde das Karussell Karlo demoliert. Der Schaden hält sich hier halbwegs in Grenzen. Die Schutzplane muss repariert werden. Klaus Peter Sasse („Wir haben bisher immer Glück gehabt“) geht von 1000 Euro aus.

Belohnung von 500 auf 1500 Euro erhöht

Zahlreiche Hinweise und Tipps auf die möglichen Täter sind inzwischen eingegangen, darunter auch Videos. Die Stadt setzte einen Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen und erhöhte die Belohnung inzwischen von anfänglich 500 auf zunächst 1000 und jetzt 1500 Euro.

Plakat- und Flyeraktion auf Balve ausgeweitet

Die Polizei ermittelt derzeit, hat diverse Videos gesichtet, aktuell laufen noch Zeugenvernehmungen. Die Sprecherin der Stadt Neuenrade, Annabell Steiner, hat selbst eines der Videos gesehen, auf dem Personen erkennbar sind und die krawallige Stimmung offenbar gut sichtbar ist. Die Plakat- und Flyeraktion zur Tätersuche wurde inzwischen auch auf die Realschule in Balve ausgeweitet. Der Druck auf die Täter werde weiter kontinuierlich erhöht, sagte Steiner. Es gebe auch das Gerücht, dass sich die Täter gegenseitig gefilmt hätten, hier hoffe man auf entsprechendes Material und auch auf die Wirkung der Belohnung.

Versicherung wird wohl nicht zahlen

Steiner betonte, dass in Neuenrade immer noch „ganz große Betroffenheit“ herrsche. Auch bei Ratsmitgliedern. „Jeder Euro muss hier zweimal umgedreht werden – und dann passiert so etwas.“ Die Neuenrader werden wohl auch auf dem Schaden sitzen bleiben. Der derzeitige Sachstand ist: „Die Versicherung wird wohl nicht bezahlen“, sagte Steiner. Werden allerdings der oder die Täter ermittelt, so werden sich die Stadt und Privatleute eben bei denen bedienen.

Vandalismus am Schulzentrum: Ein Handwerker schaut sich den Schaden an.
Vandalismus am Schulzentrum: Ein Handwerker schaut sich den Schaden an. © von der Beck, Peter

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