Veranstalter erstattet Anzeige

Vandalismus auf Weihnachtsmarkt im MK: Überwachungskamera filmt die Täter

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Der Vandalismus wurde per Kamera dokumentiert.

Neuenrade – Jürgen Echterhage ist sauer. Und nicht nur der Geschäftsführer der E-Holding, auch viel andere, vor allem jene, die viel Arbeit in den Aufbau des Weihnachtsmarktes am Stadtgarten und den weihnachtlichen Schmuck investiert hatten.

Denn Vandalismus überschattet den Weihnachtsmarkt: Ein oder zwei Tage vor der Eröffnung wurden Kugeln, Schmuck und Lichterketten ruiniert. Alles, was an Dekoration da war, habe man zerstört, sagt Echterhage. Das Serviceteam des Quartiers am Stadtgarten musste alles wieder mit viel Mühe herrichten. 

Mit allem drum und dran beziffert Jürgen Echterhage den Schaden auf rund 3000 Euro. Indes: Inzwischen wisse er, wer den Schaden angerichtet habe. Denn es gibt Videoaufnahmen: Die E-Holding ließ den Bereich überwachen. Das Ausloben einer Belohnung in Höhe von 500 Euro über ein Soziales Medium zeigte Wirkung. Es gebe demnach vier Namen, die sich den Personen auf den Aufnahmen der Kamera „eindeutig“ zuordnen ließen und es handele sich um heimische Jugendliche, sagte Echterhage. Nun verfolge er die Tat mit einer Anzeige. „Und ich bitte auch die Eltern zur Kasse. Das ziehe ich durch.“ 

Schon im Vorfeld immer wieder Ärger

Schon im Vorfeld hat es dort immer wieder Ärger geben. Echterhage berichtete von Schmierereien, die man mit viel Mühe habe entfernen müssen. Immer wieder würden zudem Jugendliche an dem Durchgang zwischen Apotheke und Blumengeschäft abhängen und zuweilen Dreck hinterlassen. „Die können ja da sitzen, aber wenn das so läuft...“ Echterhage erzählt von Gegröle und Geschrei, von Klingelmännchen an dem Haus mit über 80-Jährigen, die sich auch bei ihm schon beschwert hätten. 

Echterhage beklagt die Respektlosigkeit – nicht nur der Jugendlichen. So habe er schon Zehnjährige zurecht gewiesen wegen Klingelstreichen. „Ey, bist Du der Hausmeister?, habe ihn ein Junge angepflaumt. Da stellt sich Echterhage die Frage nach der Erziehung durch die Eltern. „Es ist ein Trauerspiel. Man kann hier nichts mehr machen ohne Überwachung“, sagt er. 

Verbotsschilder werden aufgestellt

Überall habe man Mülltonnen aufgestellt, damit es sauber bleibe. Aber die würden mit Fremdmüll vollgestopft. Schwer verärgert sagt Echterhage: „Wir werden jetzt Verbotsschilder aufstellen.“ 

Jürgen und Ruth Echterhage sind engagierte Menschen. Sie finanzieren die Sozialarbeit an der Grundschule mit und finanzieren ebenso ein Sportprojekt für Jugendliche, Kooperieren mit der Hönnequell-Schule.

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