Spur der Verwüstung

Massiver Vandalismus: So wollen die Neuenrader die Täter schnappen

+
Eingeworfen wurde unter anderem eine Schaufensterscheibe im Blumenladen von Ewald  Schmitt.

Neuenrade – Noch gibt's keine Hinweise auf die Vandalen, die im März eine Spur der Verwüstung hinterließen: zerstörte Kunst, mehrere eingeworfene Schaufenster und Scheiben. Nun wollen die Neuenrader den Druck erhöhen.

Die Anteilnahme rund um die Bahnhofstraße in zahlreichen Fällen blinder Zerstörungswut ist groß: „Die Menschen sagen, dass sie noch immer die Augen offen halten. Auch wenn es in dem Fall keine neuen Hinweise gibt, hoffen wir, dass die Täter irgendeinen Fehler machen“, sagt Irmhild Hartstein, Leiterin der Kunstwerkstatt. 

Umgeworfen haben Unbekannte die Gassenwächter-Kunststelen.

Zwei der Gassenwächter, die sie mühevoll mit Jugendlichen entworfen hatte, stehen noch, Die weiteren Holzstelen wurden beschädigt. Einen Teil konnte sie zwar wieder herrichten. „Wir haben uns aber bisher nicht getraut, sie wieder aufzustellen“, gibt sie zu. 

Vier dunkel gekleidete Personen in Tatortnähe

Stark betroffen waren auch zahlreiche Ladenbesitzer an der Bahnhofstraße: Vandalen – mutmaßlich vier dunkel gekleidete Täter, die zur Tatzeit in Tatortnähe gesichtet wurden – hatten mehrere Schaufensterscheiben eingeworfen

Schlimm getroffen hatte es etwa den Laden von Blumenhändler Ewald Schmitt. Er hofft, dass die Täter so bald wie möglich gefasst werden. Schmitt befürchtet aber, dass das schwierig werden könnte. Zumindest, sofern weiterhin keine Hinweise zu den Tätern eingingen. 

Bei der Polizei sind bislang keine Hinweise eingegangen, wie sie auf Nachfrage mitteilt. 

Hohe Belohnung ausgesetzt

Doch die Betroffenen geben nicht auf. Um die Suche nach den Tätern voranzutreiben, wurde die Belohnung für hilfreiche Hinweise erheblich erhöht. Zunächst wurden 200 Euro Belohnung für denjenigen ausgesetzt, der helfen kann, die Gassenwächter-Vandalen zu finden. 

Doch auch die Ladenbesitzer haben sich in den vergangenen Wochen zusammengetan und Geld gesammelt. Dabei kam eine Summe von 2500 Euro zustande, die eine Neuenraderin noch einmal um die gleiche Summe aufstockte. Insgesamt sind also 5200 Euro zur Belohnung ausgesetzt. 

„Ich habe die Hoffnung, dass die Täter möglicherweise mit ihrer Aktion prahlen. Vielleicht meldet sich dann jemand bei uns“, sagt Hartstein. Vielleicht jemand, den die Summe lockt. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an. 

Ermittlungen in drei weiteren Fällen

Ebenso wie zu zwei weiteren ungeklärten Vandalismus-Fällen in der Hönnestadt. Ein Zusammenhang zu den Ereignissen an der Bahnhofstraße ist aber bislang nicht nachgewiesen: So warfen Unbekannte nur wenige Tage zuvor zwei Scheiben am Philipp-Neri-Haus ein. 

Ebenfalls wüteten Vandalen in derselben Nacht am Bushäuschen an der B 229 auf Höhe der Einmündung Rote Mütze. Der Stadt entstand ein Schaden in Höhe von 2000 Euro. 

Ein weiterer Fall erregt Aufsehen in der Stadt: Eine 17-Jährige war am 29. März an der Werdohler Straße zu Fuß unterwegs, als ein Unbekannter sie aus einem dunklen BMW mit einer Paintball-Waffe beschoss. Die Polizei ermittelt noch wegen gefährlicher Körperverletzung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare