Friedhofsbüro hofft auf Zeugenhinweise

Vandalismus auf Friedhof im MK

Zerstört: Diese Engelsfigur ist von einem Grab entwendet und dann auf den Boden geworfen worden.
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Zerstört: Diese Engelsfigur ist von einem Grab entwendet und dann auf den Boden geworfen worden.

Friedhofsgärtner Andreas Mertens ist sichtlich aufgebracht. Als er am Montagmorgen das Gelände des evangelischen Friedhofs an der Wilkestraße betrat, fielen ihm zunächst die Gießkannen auf.

Sie standen nicht ordentlich an ihrem Platz, sondern lagen kreuz und quer herum. „Das kommt aber schon mal vor“, berichtet Mertens.

Doch dann entdeckte der Friedhofsgärtner die Engelsfigur, die zerbrochen am Rand eines Weges lag. Wenig später fand er dann auch noch eine Christusstatue, die direkt neben einer Bank auf der Erde lag. Jemand hatte sie ganz offensichtlich dorthin geworfen. Dabei löste sich die Figur von ihrer Bodenplatte. Außerdem hatten der oder die bisher unbekannten Täter eine andere Ruhebank auf dem Gelände umgeworfen.

Figuren von Gräbern genommen und zerstört

Andreas Mertens kann nicht verstehen, was Menschen dazu treibt, sich an Grabschmuck zu vergreifen. „Das ist Vandalismus – und das ausgerechnet dort, wo sich die Ruhestätten von Toten befinden. Die Figuren sind von Gräbern genommen und zerstört worden. Wer macht so etwas?“ Wer die Geschädigten sind, könne er noch nicht sagen. Vermutlich würden sich die Betroffenen bei ihrem nächsten Besuch auf dem Friedhof melden.

Friedhofsgärtner Andreas Mertens ist bestürzt über die Vandalismusschäden. Auch eine Ruhebank auf dem Gelände ist umgeworfen worden. 

Bisher, so erzählt der Friedhofsgärtner, habe es an der Wilkestraße noch keine Probleme mit Vandalismus gegeben. „Es ist schon einmal eine Grabschale und ein Solargrablicht entwendet worden. Aber so etwas habe ich bisher noch nicht erlebt.

Probleme auch in Plettenberg

Auch Alexandra Lohmann, die im evangelischen Friedhofsbüro in Werdohl tätig ist, kann sich an einen solchen Vorfall in Neuenrade nicht erinnern. Allerdings gebe es momentan in der Nachbarstadt Plettenberg, am Friedhof Hirtenböhl, Probleme, berichtet Detlev Trester, Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbands Lüdenscheid-Plettenberg. „Dort feiern Jugendliche in versteckten Ecken offenbar Partys.“ In diesem Zusammenhang sei es auch schon zu Beschädigungen gekommen.

Die Polizei ist über die Beschädigungen auf dem Neuenrader Friedhof informiert worden. Besucher oder Anwohner, die etwas Ungewöhnliches gesehen haben, werden gebeten, sich im Friedhofsbüro unter Tel. 02392/5069804 zu melden. Der oder die Täter haben vermutlich am Samstagabend oder in Nacht zugeschlagen. „Am Samstag habe ich noch einen Kontrollgang gemacht, da war noch alles in Ordnung“, sagt Friedhofsgärtner Andreas Mertens.

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