Seit August 2020

Vandalismus an der Niederheide: So gut wirkt die Videoüberwachung

Das Gelände an der Niederheide wird seit August videoüberwacht (Symbolfoto).
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Das Gelände an der Niederheide wird seit August videoüberwacht (Symbolfoto).

Schon seit dem vergangenen Jahr kämpft die Stadtverwaltung mit einer Kamera gegen Vandalismus an der Niederheide. Knapp sechs Monate sind seit der Installation vergangen. Stadtjuristin Ira Valsamidou zieht jetzt ein erstes Zwischenfazit zu der Maßnahme. 

Neuenrade – Seit dem vergangenen Jahr kämpft die Stadtverwaltung mit neuen Mitteln gegen Vandalismus an der Niederheide. Im August wurde dort eine Kamera installiert, die den Bereich überwacht. Knapp sechs Monate sind seitdem vergangen.

Stadtjuristin Ira Valsamidou zieht ein positives Zwischenfazit zu der Maßnahme. Seit die Kamera hängt, „hat es keine Vandalismusschäden mehr gegeben“, berichtet Valsamidou. Zuvor war die Zahl der Fälle stark angestiegen. „2019 fing es an, dass Beschädigungen auftraten, 2020 ist die Zahl der Fälle massiv hochgegangen.“ Im September vergangenen Jahres zum Beispiel hatten unbekannte Täter mehrere Glasbausteine in der Fassade des Hallenbads zerstört. Die Reparaturarbeiten waren aufwendig. Die Stellen, an denen Bausteine ausgetauscht wurden, kann man noch immer erkennen.

Bevor sich die Stadtverantwortlichen und die Politik für eine Kameraüberwachung an der Neiderheide entschieden, hatte die Verwaltung einen Sicherdienst damit beauftragt, an der Niederheide regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Während der Reparaturarbeiten am Hallenbad übernachteten die Mitarbeiter sogar neben der Sporthalle, um Vandalen von der Baustelle fernzuhalten.

Schließlich kam die Kamera. Und seit Politik und Verwaltung diese Entscheidung getroffen haben, ist Schluss mit derartigen Vorfällen. „Ab und zu kommt es vor, dass wir Müll auf dem Außengelände an der Niederheide finden, weil sich dort abends kleinere Gruppen treffen“, berichtet Ira Valsamidou. Allerdings seien die Verschmutzungen bislang nicht so gravierend gewesen, dass man Videoaufnahmen deswegen ausgewertet hätte.

Allgemein werden die Aufnahmen nicht regelmäßig von Mitarbeitern gesichtet, sondern nur bei konkreten Anlässen. Das hat rechtliche Gründe und spart außerdem viel Zeit. Die Aufnahmen werden auch nicht über einen längeren Zeitraum gespeichert, sondern nach kurzer Zeit überschrieben.

Obwohl die Zahl der Beschädigungsfälle an der Niederheide zurückgegangen ist, soll die Kamera zumindest vorerst in Betrieb bleiben, erklärt Ira Valsamidou. Aus Datenschutzgründen muss die Juristin jährlich abschätzen, „ob es zulässig, weil notwendig ist“. Nach derzeitigem Stand sei die Überwachung des Bereiches „weiterhin erforderlich, aber nicht mehr, weil dort größere Schäden entstehen“, erklärt Valsamidou. „Bisher hat die Kamera ihren Zweck erfüllt und das ist mega gut. Ich will es aber nicht beschreien.“

Grund für die fortlaufende Überwachung sind unter anderem abendliche Zusammenkünfte von Personen, bei denen nicht selten Alkohol konsumiert wird. Solche soll es auch im Umkreis des Rathauses geben, der teilweise ebenfalls videoüberwacht wird. Es ist zu vermuten, dass die Kameras inzwischen einige Verstöße gegen die geltende Coronaschutzverordnung aufgenommen haben.

Ausgewertet würden diese allerdings nicht. „Das wäre zu viel Überwachung. Nur bei strafrechtlich relevanten Fällen werden die Aufnahmen gesichtet“, erklärt Valsamidou. „Wir können das nicht einfach ausweiten, wie es gerade passt. Auch wenn es das Ordnungsamt bestimmt freuen würde.“

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