A Christmas Carol / Schüler, Lehrer und Eltern bei mitreißend-besinnlichem Theaterstück

Uraufführung in der Waldorfschule

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Der geizige und böse Scrooge läutert sich.

Neuenrade - Der verbiesterte, böse, geizige Vermieter Scrooge, arme Leute, die in einer Zeit ohne soziale Sicherungssysteme überleben müssen, veritable Geister – das macht die Mischung eines Theaterstücks aus, das in der Aula der Freien Waldorfschule aufgeführt wurde.

A Christmas Carol heißt das Stück, das der Theaterpädagoge Andreas Zemke nach der Erzählung von Charles Dickens passend auf das Waldorf-Ensemble umgeschrieben hatte. Gestern war Uraufführung, und die Schüler sollten so weihnachtlich eingestimmt in die Ferien entlassen werden. 

Von Geistern heimgesucht

Inhaltlich geht es in der Erzählung von Dickens darum, dass der üble Geizhals Scrooge von Geistern, darunter von seinem verstorbener Geschäftspartner, heimgesucht wird. Sie konfrontieren ihn mit den sozialen Missständen und zeigen die wahren Werte des Lebens auf. Scrooge verändert sich und tut Gutes. 

Gerade die jüngeren Waldorfschüler waren gebannt von der Geschichte.

Es war eine Aufführung eine Ensembles von Lehrern, Eltern und Schülern, die die Waldorfschüler in der voll besetzten Aula in ihren Bann zog. Durch die geschickte Lichtsetzung ergab sich eine düstere Szenerie auf der Bühne. 

Scrooge wirkte gemein und verbittert, atmosphärisch wurden die Zuschauer in die Anfänge und Auswüchse des Industriezeitalters versetzt. 

Gut gelungene Kostüme

Dazu tat die Kostümierung ihr Übriges: Backenbärte und Gehröcke bei den Männern, bodenlange Kleider bei den Frauen, Kerzenschein. Gelungen waren auch Schminke und Kostümierung des Marley-Geistes – da gab es gleich Applaus. 

Dazu gab zwischenzeitlich immer mal musikalische Untermalung, die Susanne Zemke mit Lyra, Psalter und Gongs kreierte. Sprachlich wurde das Stück eher modern gehalten. Auf jeden Fall nahmen die Schüler eine Botschaft des Stückes zum Weihnachtsfest mit nach Hause. Nicht schnöder Mammon zählt sondern Barmherzigkeit und Gutes tun.

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