Stadtmarketing kennzeichnet Bäume mit blauem Band

Unterstützer fürs Vertilgen gesucht: Neuenraderin verschenkt Obsternte

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Kostenlos Obst von den Bäumen pflücken ist auf der Obstwiese der Familie Humke erlaubt. Bürgermeister Antonius Wiesemann, Sandra Horny vom Stadtmarketing (Mitte) und Gabriele Humke markierten die Bäume entsprechend mit blauen Bändern.

Neuenrade – „Wir kommen gegen diese Mengen gar nicht an“, sagt Gabriele Humke. Sie und ihre Familie brauchen deshalb dringend Hilfe, wenn es darum geht, all die Früchte zu vertilgen, welche auf ihrer Obstwiese wachsen. Jetzt hat sie sich etwas Besonderes einfallen lassen.

Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Mirabellen sind im Angebot. In den Sozialen Medien stieß sie auf eine Idee, wie das funktionieren könnte. Im Arnsberger Raum markieren ähnlich „Leidgeplagte“ ihre Obstbäume mit blauen Bändern, welche Passanten signalisieren sollen: „Hier darf kostenlos gepflückt werden.“ Humke gab diese Idee weiter an Sandra Horny vom Stadtmarketing Neuenrade.

„Das ist das Schöne in Neuenrade. Das Ganze hat keine Woche gedauert“, staunte die Besitzerin der Obstwiese, als Horny und Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) ihr die blauen Bänder mit Neuenrade-Aufschrift brachten. Die beiden legten selbst Hand an, um einige der Bäume zu markieren. Derweil befestigte Humke eines der Bänder auch am Pfosten, der am Zugang zur Wiese neben dem Tor steht.

„Das soll verdeutlichen, dass von allen Bäumen gepflückt werden darf, nicht nur von den jetzt markierten“, erklärte die Besitzerin. „Wer das Angebot nutzt, soll nur das Tor auch wieder verschließen“, bat sie, „sonst müssen wir hinterher die Kühe wieder einfangen“.

Mitmachen

Sandra Horny vom Stadtmarketing hat noch blaue Bänder übrig. Wer nun auch noch seine Bäume zum Pflücken freigeben möchte, meldet sich bei ihr unter Tel. 0 23 92 / 8 08 78 01 und bekommt Bänder zugeschickt.

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