Investition in die Zukunft

Unternehmer spendet Grundschule 32 nagelneue iPads

Der Unternehmer Heiko Zahn übergibt der Neuenrader Grundschule 32 iPads.
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Schulleiter Awerd Riemenschneider, der städtische IT-Spezialist Sebastian Schneider und Heiko Zahn (von links) freuen sich, dass die Grundschüler schon bald mit iPads loslegen können.

Ein Unternehmer hat der Neuenrader Grundschule gleich 32 nagelneue iPads gespendet. Die Schule kann deshalb auf ein langwieriges und kompliziertes Antragsverfahren verzichten.

Neuenrade - Ein Mann, ein Wort. Heiko Zahn fackelte nicht lange als er hörte, dass es ein kompliziertes und offensichtlich langwieriges Verwaltungsverfahren ist, um an Endgeräte für den digitalen Unterricht zu kommen. Auch, da er einen Sohn an der Schule habe, sei er näher dran und bekomme mehr mit – und handelte. Denn: Wenn die Schüler den Umgang mit der digitalen Welt lernen sollen, dann müssten sie auch frühzeitig Zugang zu diesen Produkten haben. So spendierte er kurzerhand 32 iPads á 370 Euro an die Neuenrader Grundschule. Das summiert sich auf die stattliche Summe von 11.840 Euro. So könnten nun Kinder profitieren, deren Eltern vielleicht nicht mal eben soviel Geld für ein einzelnes iPad zur Verfügung hätten.

Ich muss keinen fragen, daher habe ich mich entschlossen, hier zu helfen.

Heiko Zahn, Geschäftsführer der Kracht GmbH

Sein Engagement ist für ihn „eine Investition in die Zukunft“, von der am Ende doch auch die Gesellschaft profitiere. Wer die Arbeit mit digitalen Endgeräten schon als Kind erlerne, erspare später zum Beispiel im Berufsleben Nachschulungen. „Es wird doch immer komplizierter“, sagte Unternehmer Heiko Zahn. Er verstehe jedenfalls nicht, warum die Beantragung so lange dauere. „Ich muss keinen fragen, daher habe ich mich entschlossen, hier zu helfen.“ Dabei hat er eine generelle Kritik an der Politik: „Es ist ja Geld da, es wird nur an der falschen Stelle ausgegeben.“ Da gelte es eben die richtigen Prioritäten zu setzen. Hoch erfreut ist natürlich auch Schulleiter Awerd Riemenschneider und er lobt den Unternehmer. „Heiko Zahn spricht nicht nur darüber – er macht es einfach.“

Sehr dankbar sei er vor allem angesichts jener Szenerie, die er bei dem Gipfel zum Thema in Berlin mitbekommen habe. Dort habe die Kanzlerin versprochen, dass das Verfahren beschleunigt werde. „Doch am komplizierten Antragsverfahren ist nichts geändert worden.“ Riemenschneider freut sich für die Kinder, die jetzt schon loslegen könnten. Ursprünglich seien die Geräte auch dafür gedacht gewesen, im Distanzunterricht eingesetzt zu werden. Dafür sollten auch Kinder ein Gerät bekommen, die nicht über ein eigenes verfügten. Jetzt habe man Präsenzunterricht und könne die Geräte direkt im Unterricht einsetzen. „Wir müssen nicht warten und können direkt loslegen,“ sagte der Schulleiter. Man habe mit den 32 iPads nun ein ganzes Jahreskontingent vorweggenommen.

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